Mein Treffen mit Superman

Ich habe da einen sehr alten Kumpel. Ich nenne ihn mal Michael.

Ich habe Michael ungefähr 2005 kennengelernt. Damals saß ich ab und an in der Universitätsbibliothek und habe für mein Studium gelernt.

Michael saß damals auch dort und hatte sich auf die Diplomprüfung seines Chemiestudiums vorbereitet.

Während ich alle paar Tage mal für ein paar Stunden zum Lernen in die Bibliothek gegangen bin, saß Michael dort jeden Tag. Und zwar von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends. Ausnahmslos!

Und das schon ein Jahr vor seiner Abschlussprüfung.

Abends nach dem Lernen ist er dann noch oft ins Fitnessstudio gegangen und hatte dann auch häufig noch ein Date.

Und das machte er ein Jahr lang so. Auch Sonntags!

Und das Ergebnis: Ein Chemiediplom mit Note 1,0.

Und danach ging es immer wo weiter. Er machte dann noch seinen Doktor mit 30 Jahren und fand sehr schnell einen sehr gut bezahlten Job mit Führungsverantwortung.

Kein typischer Einstiegsjob, sondern normalerweise für Leute mit Berufserfahrung gedacht.

Damals verlor ich Michael dann aus den Augen.

Mein Wiedersehen mit ihm

keyboard-338507_640 (2)Vor ein paar Tagen traf ich ihn wieder. Er war gerade in Berlin und wir trafen uns auf ein Bier. Wir redeten viel über alte Zeiten und darüber, was sonst noch so passiert war in unseren Leben.

Seine Karriere ging geradewegs so weiter. Die Beförderung, die eigentlich anstand, hat er nur nicht bekommen, weil seine Chefs meinten, dass er einfach zu jung für die Stelle sei. Sie können das einfach nicht machen, obwohl er ansonsten alle Kriterien dafür erfüllt.

Ich könnte noch Seitenweise Geschichten über Michael auspacken. Darüber, dass nach einem siebenfachen Beinbruch, die Ärzte zu ihm meinten, er könne nie wieder richtig laufen und er nach diszipliniertem Training heute wieder läuft als wäre nie etwas gewesen.

Oder darüber, wie er neben seinem Studium psychisch Kranke betreut hat.

Aber das führt jetzt zu weit.

Was will ich mit diesen Geschichten erreichen?

Michael hat etwas, was nicht viele Menschen haben. Und ich bin jetzt dahintergekommen, wo es her kommt.

Er wurde in seiner Kindheit sehr stark geprägt.

Er ist in Polen aufgewachsen und lebte die ersten Jahre in totaler Armut. Teilweise hatten er und sein Bruder und seine Eltern kein Essen auf dem Tisch.

Sein Vater ging dann nach Deutschland, um ein besseres Leben aufzubauen, arbeitete hart und gab keinen Cent zu viel aus. Z. B. kaufte er beim Bäcker immer die heruntergesetzten Brötchen vom Vortag und schickte alles Ersparte zu seiner Familie nach Polen, die er irgendwann nach Deutschland holen konnte.

Michael hat sehr früh eine Sache gelernt: Disziplin bedeutet überleben!

Und diese Verknüpfung ist ganz stark in ihm hängen geblieben.

Er ist der disziplinierteste Mensch, den ich kenne. Und das zahlt sich aus!

Er hat immer die richtigen Dinge getan, hat keine Erwartungen vom Leben und macht sich und seinem Umfeld viel Freude.

Dieser Mensch ist einfach sehr inspirierend und hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen.

Er ist die Personifizierung des TUNS. Keine Ausreden, kein innerer Schweinehund, keine Kompromisse.

Er hat sich immer selbst zu allem gebracht und ist knallhart sich selbst gegenüber.

Aber genau das hat ihn auch zu Erfolg und einem glücklichen Leben geführt.

Von solchen Menschen können wir uns alle eine Scheibe abschneiden

Ich habe mich entschieden, diesen Artikel zu schreiben, um Dir etwas Inspiration mitzugeben.

Auch wenn Du als Kind keine Armut ertragen musstest, kannst Du auch heute noch lernen, diszipliniert die Dinge zu tun, die Du in Deinem Leben haben möchtest.

Und so Menschen wie Michael dienen als Vorbilder.

Und von diesen Vorbildern laufen eine Menge durch die Welt. Man muss sich nur umschauen.

Es gibt sehr viele Menschen, von denen wir etwas lernen können und ich empfehle Dir, Dir von diesen Menschen etwas abzuschauen.

Es ist so einfach: Schauen, wie die anderen es geschafft haben und dann nachmachen.

Wenn Du etwas willst, dann suche Dir jemanden, der es bereits geschafft hat. Schaue Dir ab, was genau er getan hat und mache es auch so.

Ich habe von Michael viel mitgenommen und er ist der Beweis, dass Vieles möglich ist!

Unser Verstand ist stärker, als viele Denken und es liegt allein bei Dir, das Beste daraus zu machen!

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