Innere Unruhe bekämpfen – 4 klare Schritte zu mehr Gelassenheit

Innere Unruhe: Die Gedanken kreisen hin und her und finden kein Halten. Du bist schon am Morgen gereizt und fühlst Dich unausgeschlafen. Deine Mitmenschen leiden unter Deinen Launen und Du bist ständig wütend oder verärgert.

Dir fällt es schwer, Dich zu konzentrieren und Du spürst die ganze Zeit eine Nervosität in Dir. Als einziger Kanal fungieren Deine Beine, die nicht mehr stillstehen und ständig am Wackeln sind.

Wo diese nervöse Unruhe herkommt und was Du dagegen konkret tun kannst, das erfährst Du im folgenden Artikel:


Wenn Du nur noch nervös bist: Symptome innerer Unruhe

Gerade habe ich typische Symptome von Nervosität und innerer Unruhe erläutert. Dabei müssen nicht alle Anzeichen ständig präsent sein. Genauso gut kann es sein, dass Dir einige davon sehr bekannt vorkommen und andere bei Dir gar nicht auftauchen.

Was kann alles dazu gehören?

- ständige Gereiztheit

- erhöhtes Stressempfinden

- Gedankenkreisen und Grübeln

- sich nicht entscheiden können

- Konzentrationsschwierigkeiten

- Ängste

- Gefühl der Überforderung

- Schlafprobleme

- mangelnde Lebensfreude

- ständiger Ärger oder Wut

2 Schritte um die Ursache Deiner inneren Unruhe zu ermitteln

Der erste Schritt, um Deine innerliche Unruhe zu lösen, besteht darin, der Ursache dafür auf den Grund zu gehen.

Hier ist es ganz wichtig, dass Du Dich im Zweifel von professioneller Seite beraten lässt. Solltest Du das Gefühl haben, dass der Ursprung krankheitsbedingt ist, gehe zu Deinem Hausarzt!

Schritt 1: Ist die Ursache krankheitsbedingt?

Hinter innerer Unruhe kann sich sowohl eine physische als auch eine psychische Krankheit verbergen.

Mögliche psychische Ursachen:

- Angststörung

- Depression

- Psychovegetative Allgemeinstörungen

- Persönlichkeitsstörungen

- Schizophrenie

Mögliche physische Ursachen:

- Diabetes

- niedriger Blutdruck

- Schilddrüsenüberfunktion

Quelle: www.netdoktor.de

Schritt 2: Ist diese Unruhe temporär oder dauerhaft?

Überlege Dir, ob bestimmte Ereignisse immer wieder Auslöser der Nervosität sein können, wie beispielsweise bevorstehende Prüfungen oder Präsentationen. Das wäre relativ normal.

Bist Du quasi immer aufgeregt vor besonderen Ereignissen?

Oder ist die Unruhe dauernd präsent? Oder kommt sie zwar unregelmäßig, aber ohne konkreten Auslöser?

Was Du tun kannst, wenn Du nur in bestimmten Situationen unruhig bist

innere Anspannung

Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass der Ursprung nicht in einer Krankheit begründet liegt und Du auch nur in ganz speziellen Situationen, wie eben vor einem Vortrag oder einer Prüfung, nervös wirst, dann ist das relativ normal.

Ich kenne Schauspieler, die auch nach Jahrzehnten immer noch Lampenfieber haben, wenn sie auf die Bühne gehen.

Dennoch kannst Du an Deiner Nervosität arbeiten! Die folgenden Punkte helfen Dir dabei:

1. Übe genau das, wovor Du Angst hast

Wenn Du Angst davor hast, einen Vortrag zu halten, dann halte so viele Vorträge, wie Du nur kannst! Übe genau das, wovor Du Angst hast.

Es wird leichter. Denn auch wenn das Lampenfieber bleibt, lernst Du, damit besser umzugehen.

Menschen, die vor hunderten Leuten scheinbar locker auf der Bühne stehen sind auch aufgeregt! Sie gehen nur anders damit um.

Was Du genau in solchen Situationen tun kannst, kannst Du hier nachlesen: So wirst Du Deine Angst vor öffentlichen Reden los

Und wenn Du vor Prüfungen oder anderen Situationen Angst hast, dann befolge die weiteren Punkte.

2. Erweitere ständig Deine Komfortzone

Konkret das zu üben, wovor Du Angst hast, ist sehr sinnvoll, um spezifische Ängste loszuwerden. Genauso wichtig ist es aber auch, generell Deine Komfortzone zu verlassen. Und das immer und immer wieder.

Denn wenn Du es Dir dort bequem machst, wo Du Dich gerade befindest, dann schrumpft Deine Komfortzone.

Dadurch wirst Du schwermütig, unflexibel, hörst auf, selbst zu denken und funktionierst nur noch nach Routinen.

Wenn Du hingegen ständig das Abenteuer suchst, täglich die kleine Herausforderung meisterst und immer drauf und dran bist, Dich weiterzuentwickeln, wirst Du insgesamt gelassener, flexibler und entspannter und das wirkt sich dann auf Dein gesamtes Leben aus. Dadurch werden dann andere ängstliche Situationen deutlich leichter.

Wenn Du mehr zum Thema Komfortzone wissen möchtest, dann lies hier weiter: Warum Du Deine Komfortzone so oft wie möglich verlassen solltest

3. Arbeite an Deinem Selbstvertrauen

Deine Komfortzone ständig zu erweitern ist der wichtigste Bestandteil, um Dein Selbstvertrauen und Dein Selbstwertgefühl zu steigern.

Tue noch weitere Dinge, um Dein Selbstvertrauen aufzubauen.

Viele Tipps dazu, findest Du in folgendem Artikel: 30 Übungen um Dein Selbstbewusstsein zu stärken

Schau Dir dazu auch das Video:

4. Nimm Deine Gefühle wahr

Wenn Du Deine Gefühle ablehnst, dann verschwinden sie nicht. Im Gegenteil: sie kommen immer und immer wieder! So lange, bis Du Dich mit ihnen bewusst auseinandergesetzt hast.

Lerne, Deine Gefühle wahr- und anzunehmen. Dann sind sie nicht mehr Dein Feind, sondern auf Deiner Seite!

Wie das geht, kannst Du hier nachlesen: Was passiert, wenn Du Deine Gefühle unterdrückst

Wie Du dauerhafte Nervosität und innere Unruhe bekämpfen kannst

Unruhe im Körper

Sollte Deine Nervosität keinen bestimmten Auslöser haben, sondern ist quasi ständig da, dann solltest Du Dir über Folgendes Gedanken machen:

Möchte Dir Dein Körper vielleicht etwas sagen? Tust Du gerade viele Dinge, die Du in Wahrheit gar nicht tun möchtest? Lebst Du nicht Dein Leben?

Wenn Du nur Dinge für andere Menschen tust und Du selbst und Deine Bedürfnisse dabei auf der Strecke bleiben, dann zeigt Dir das Dein Körper ganz genau.

Er meldet sich, um Dir etwas mitzuteilen. Fange an, darauf zu hören!

Folgendermaßen kannst Du vorgehen:

1. Lerne, wirklich zu fühlen

Leg Dich hin und richte Deine volle Aufmerksamkeit auf Dein Inneres. Atme ganz tief und bewusst in Deinen Bauch und nimm einfach nur wahr.

Fang an, in Dich hinein zu spüren und Deine innere Unruhe genau dort wahrzunehmen, wo sie sich in Deinem Körper befindet. Tauche in dieses Gefühl voll und ganz ein und ergründe so seinen Ursprung.

Nimm es wahr und an und akzeptiere es voll und ganz.

Wenn Du diese Übung jeden Tag machst und Dir somit immer näher kommst, wirst Du auch irgendwann die richtigen Gedanken dazu haben. Sprich: Dir wird bewusst, was Dir in Deinem Leben gerade fehlt oder was gerade falsch für Dich läuft.

Wenn Du in diese Thematik noch weiter einsteigen möchtest, empfehle ich Dir, Dich mit Deinem inneren Kind zu beschäftigen: Wie Du Frieden mit Deinem inneren Kind schließt

2. Tue erholsame Dinge

Mache viele Dinge, die den gerade beschriebenen Prozess unterstützen. Tue alles dafür, den Lärm in Deinem Umfeld und in Deinem eigenen Kopf zu reduzieren, um somit besser in Deine Gefühle eintauchen zu können.

Gehe regelmäßig in der Natur spazieren. Mache Thai Chi oder Qigong. Meditiere täglich. Höre Dir geführte Meditationen an.

Finde für Dich heraus, was für Dich funktioniert.

Wichtig dabei ist, dass Du anfängst, auf Dein Gefühl zu hören.

3. Fang an, Dir selbst zu vertrauen

Dein Kopf hat ab frühester Kindheit an gelernt zu funktionieren. Sei ordentlich, sei brav, sei fleißig und strebsam. Das sind Dinge, die Du wahrscheinlich gelernt hast.

Du hast gelernt zu arbeiten, Geld zu verdienen und Dinge zu tun, die man eben so tut.

Dass dabei Deine eigenen Wünsche und Träume vielleicht auf der Strecke geblieben sind, kann sehr gut sein.

Wie oben schon beschrieben, spiegelt Dir Dein Körper das wider. Er ist unruhig und unausgeglichen.

Fang an, Dir selbst zu vertrauen und Dir Deine Wünsche zu erfüllen.

Mehr zum Thema Selbstvertrauen findest Du hier: 9 Schritte um Dein Selbstvertrauen zu stärken

4. Triff bewusst Entscheidungen

Lass Dich nicht vom Leben leben, sondern lebe Dein Leben!

Vielleicht steckst Du in der Opferrolle ​fest und machst unbewusst andere dafür verantwortlich, wie es Dir geht.

Du bist selbst für Dein Leben verantwortlich!

Nimm es in die Hand und lebe selbstbestimmt. Triff Deine eigenen Entscheidungen und lass nicht andere über Dich bestimmen.

Hilfe dabei gibt es hier: Wie Du felsenfeste Entscheidungen triffst

Was Du ablegen solltest, wenn Du gelassen werden möchtest

Nervosität

Ich habe Dir jetzt genau beschrieben, was Du tun solltest, um innere Ruhe und Gelassenheit​ zu erlangen. Halte Dich jeden Tag daran und es wird Dir helfen!

Weiterhin gibt es ein paar Punkte, die Du noch beachten solltest:

1. Lege Deinen Perfektionismus ab

Gehörst Du zu den Menschen, die alles perfekt haben müssen? Kannst Du die E-Mail erst absenden nachdem Du sie fünf Mal verbessert und zehn Mal gelesen hast? Sitzt Du länger im Büro, weil Du mit der Präsentation immer noch nicht zufrieden bist? Brauchst Du für Deine Aufgaben sehr lange, weil es nie gut genug ist?

Hör auf damit!

Perfektionismus schadet Dir nur. Er bringt Dich nicht weiter. Es spricht gar nichts dagegen, die Dinge schön und gut machen zu wollen. Qualität ist wunderbar. Aber wenn es zu viel wird und vor allem an den falsche Stellen, dann stehst Du Dir selbst im Weg.

Mehr zum Thema findest Du hier: So lernst Du, endlichn nicht perfekt zu sein

2. Es ist egal, was andere denken

Ist Dir wichtig, was andere über Dich denken? Versuchst Du es, allen anderen immer recht zu machen?

Wo hat Dich das hingeführt?

Wie bereits gesagt: Fang an, Dein eigenes Leben zu leben! Hör darauf, was Dir wichtig ist und nicht anderen.

Dir soll egal werden, was andere denken? Dann lies hier weiter: Mir ist einfach egal, was andere denken

3. Lerne, nein zu sagen

Bist Du der- oder diejenige, der/die in der Firma immer noch eine Aufgabe mehr aufgedrückt bekommt, eben weil Du nicht nein sagen kannst? Hast Du manchmal das Gefühl, ausgenutzt zu werden? Behandeln Dich Freunde nicht immer gut?

Dann stell Dich Deiner Angst, auch mal abgewiesen zu werden. Lass Dir egal sein, wie andere reagieren, wenn Du mal nein sagst.

Setze ganz klar Deine Grenzen.

Mehr dazu findest Du hier: Setze ganz klar Deine Grenzen mit diesen Techniken

4. Vergleiche Dich nicht mit anderen

Wenn Dir wichtig ist, was andere über Dich denken, schaust Du logischerweise auch immer darauf, was sie haben und Du nicht.

Auch das solltest Du lassen. Du bist Dein eigener Standard!

Konzentriere Dich auf Deine eigenen Stärken und darauf, was Du willst.

Zusammenfassung

Wenn Du die ganze Zeit innerlich unruhig, gereizt und nervös bist, dann fang an, darauf zu hören, was Dir Dein Körper und Deine Gefühle sagen wollen.

Und das jeden Tag!

Wenn Du weitere Unterstützung dabei haben möchtest, dann schau Dir hier unten meinen gratis-Kurs für mehr Selbstvertrauen an.

Innere Unruhe: Die Gedanken kreisen hin und her und finden kein Halten. Du bist schon am Morgen gereizt und fühlst Dich unausgeschlafen. Deine Mitmenschen leiden unter Deinen Launen und Du bist ständig wütend oder verärgert.

Dir fällt es schwer, Dich zu konzentrieren und Du spürst die ganze Zeit eine Nervosität in Dir. Als einziger Kanal fungieren Deine Beine, die nicht mehr stillstehen und ständig am Wackeln sind.

Wo diese nervöse Unruhe herkommt und was Du dagegen konkret tun kannst, das erfährst Du im folgenden Artikel:

Wenn Du nur noch nervös bist: Symptome innerer Unruhe

2 Schritte um die Ursache Deiner inneren Unruhe zu ermitteln

Was Du tun kannst, wenn Du nur in bestimmten Situationen unruhig bist

Wie Du dauerhafte Nervosität und innere Unruhe bekämpfen kannst

Was Du ablegen solltest, wenn Du gelassen werden möchtest

Zusammenfassung

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