Was will ich? – So findest Du Deine wahre Vision

Wenn Du das Internet oder Deinen Buchladen nach der Antwort auf die Frage „Was will ich?“ durchsuchst, findest Du zahlreiche Ratgeber zu diesem Thema. Du erhältst viele Tipps und weitere Fragen, die Dir dabei helfen, die Ursprungsfrage besser zu beantworten.

In diesem Artikel wirst Du solche Ratschläge, Tipps und Fragen auch erhalten. Aber was Du vor allem bekommst: ein praktisches Beispiel. Die Suche nach meiner Vision anhand meiner Geschichte. Sie dient als spannende und sehr hilfreiche Metapher, um Dir die Suche nach Deiner Vision zu erleichtern und die Antwort auf die Frage „Was will ich?“ für Dich zu beantworten.

Auch wenn dieser Text recht lange ist – oder gerade deswegen – wird er Dir viele Möglichkeiten und Einsichten offenbaren, die Dir wirklich weiterhelfen. Nimm Dir also die Zeit und lies ihn bis zum Ende durch. Denn was gibt es wichtigeres und erleichterndes als seine Vision zu kennen und zu wissen, was man will?

Am Anfang stand das Nichts

Im Jahr 2000 habe ich mehr oder minder erfolgreich mein Abitur gemacht. Wollten meine Eltern so. Den Sinn und Zweck dahinter konnte ich damals noch nicht erfassen. Es schwirrten lediglich Gedanken durch meinen Kopf, die irgendwie mit „Geld, ordentlichem Beruf und Ansehen“ zu tun hatten und die nicht durch eigenes Nachdenken entstanden waren, sondern mir von Kindheitstagen an von meinen Eltern beigebracht wurden (wichtig: ich sage nicht, dass das gut oder schlecht ist, sondern lediglich, dass es so ist!).

So klar, dass ich das Abitur machen würde, war auch, dass ich studieren werde. Und genauso ungefragt war das von mir übernommen worden.

Dass das Studium zu einem Beruf führen muss, der viel Geld einbringen würde, hatte sich tief in mein Unterbewusstsein eingebrannt. Und das es nicht von der Norm abweichen durfte auch.

Und da ich während des Zivildienstes gerne an Computern schraubte, entschied ich mich für ein Studium der Informatik. Schnell spürte ich, dass ich auf dem Holzweg war und nach drei Monaten schmiss ich das Studium hin.

Zum Einen merkte ich, dass ich wirklich viel lernen müsste (wo ich überhaupt keine Lust drauf hatte) und zum Anderen drehten sich meine Gedanken damals viel mehr um meine Probleme und Ängste als um mathematische Differenzialgleichungen.

Was will ich? – Eine Frage, die ich mir nicht stellte

So stand ich da. Erstes Semester abgebrochen und mit der freien Entscheidungsmöglichkeit, aus meinem Leben alles machen zu können, was ich will. Aber ohne dass ich das wusste. Ich konnte damals noch nicht begreifen, dass mir alle – ja wirklich alle – Türen offen standen. Zu sehr war ich von den Vorgaben, die ich in meinem bisherigen Leben gelernt hatte, auf bestimmt Dinge begrenzt („Geld, Anerkennung, Norm, Beruf“).

Doch da ich mich damals gedanklich so viel mit meinen Problemen beschäftigte, reizte mich ein Studium der Psychologie, ohne dass ich mir wirkliche Gedanken darüber gemacht hätte, wo das mal hinführen würde.

Lektion: Und genau das beobachte ich bei sehr vielen jungen Menschen. Sie fangen ein Studium an, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, was sie damit mal machen wollen. Wo soll dann die Motivation herkommen?

Zurück zu meiner Geschichte. Psychologie also. Doch meine Eltern machten dieser Idee schneller einen Strich durch die Rechnung als ich mich immatrikulieren konnte.

Nun denn: Weitere (nicht zu Ende gedachte) Überlegungen führten mich dann in ein solides Studium der Volkswirtschaftslehre. Das sollte es also sein.

Doch warum ich dies tat und wozu das Ganze führen sollte, das lies ich selbst im Dunkeln stehen. Denn die Motivation damals kam nicht aus mir, sondern aus dem, was ich gelernt und vorgelebt bekommen hatte („Geld, Anerkennung, Norm, Beruf“).

Erste wirkliche Erfahrungen

So zogen sich die ersten Jahre eher schlecht als recht dahin. Ich bestand die Prüfungen gerade so und war mehr mit dem Genuss von Alkohol, schlafen und fernsehen beschäftigt, als mir überhaupt mal Gedanken darum zu machen, wo die Reise hingehen sollte.

„Ich lebte damals gedanklich ausschließlich in der Vergangenheit!“

Spannend wurde es dann 2004, als ich mich dem Druck ausgesetzt sah, dass meine Kommolitonen mir alle davonzogen. Sie hatten bessere Noten, bestanden mehr Prüfungen und machten ihre ersten Praktika.

Ich musste handeln. Alle machten Praktika! Also musste ich das auch tun (wieder so eine dieser unfreien Entscheidungen). Das macht man ja schließlich so!

Durch meinen Bruder konnte ich dann ein Praktikum bei einem Gewürzpflanzenhersteller in Schweden absolvieren.

Lektion: Ich habe also das Erstbeste genommen, was mir angeboten wurde, statt mir selbst Gedanken darüber zu machen, was ich will!

VisionsfindungUnd so holte mich die Realtität ein: Ich saß vier Wochen in einer Wohnung in einem kleinen Dorf in Schweden, schaute mir tagsüber die Firma an und war Abends komplett auf mich alleine gestellt. Mehr als beim Mini-Supermarkt um die Ecke einzukaufen, Computer zu spielen (ohne Internet) und zu lesen war nicht drin.

Und so saß ich dort alleine mit mir, bis ich mich eines Abends wiederfand mit Tränen übergossen und der brennenden Frage in meinem Kopf: Was mache ich überhaupt?

Durch diese Erfahrung begriff ich das erste Mal, dass ich auf mich alleine gestellt war.

Lektion:  Wenn Du nicht weißt, was Du willst, dann musst Du Erfahrungen machen! Draußen in der Realität. Fernab von Deinem gewohnten Umfeld. Und wenn Du dazu zu bequem bist: Dann darfst Du Dich auch nicht wundern, wenn Du nicht weißt, was Du willst.

Erkenntnisse, Veränderung und immer noch keine Antwort

Dem Praktikum in Schweden und der unbeantworteten Frage, was ich denn überhaupt mache, folgte ein halbes Jahr später ein sechswöchiger Sprachkurs in England. Wieder eine dieser wichtigen Erfahrungen, die mir mehr über mich selbst zeigte, als jegliches Gedankenspiel.

Denn auch dort reiste ich alleine hin und musste selbst dafür sorgen, Anschluss zu finden und mir eine gute Zeit zu machen. Das gelang mir ziemlich gut und ich war erstaunt darüber, welches Potenzial sich da in mir ausbreitete.

Zurück an meinem Studienort rutschte ich sehr schnell wieder in alte Muster und trotz der wichtigen Erfahrungen beschäftigte ich mich immer noch nicht damit, was ich wirklich wollte.

Da es mir aber in England so gut ging, beschloss ich, für ein Jahr nach Spanien zu gehen!

Lektion: Ich machte also mehr von dem, was mir gut tat.

Das, was mir in Spanien wiederfuhr, stellte alles Dagewesene weit in den Schatten. Die Erwartungen, die ich aus meinem England-Aufenthalt mitgebracht hatte, erfüllten sich überhaupt nicht, aber ich lernte vollkommen neue Dinge.

Nochmal zum Mitschreiben: In England ging es mir sechs Wochen am Stück sehr gut. Und ich dachte, dasselbe würde mir in Spanien auch passieren. Aber ich wurde enttäuscht. In Spanien wiederholte ich nicht das „England-Wunder“, sondern ich wurde vor komplett neue Herausforderungen gestellt.

Und die Frage „Was will ich?“ befand sich zu Beginn dieser Reise noch immer nicht in meinem Bewusstsein. Ich war immer noch viel zu sehr damit beschäftigt, mich auf meine Probleme zu konzentrieren und in Gedanken viel zu oft an die Vergangenheit zu denken. Und nicht an meine eigene Zukunft. Denn ich hatte immer noch nicht verstanden, dass ich selbst der Schöpfer meines Lebens und meiner Zukunft bin.

Was mir aber in Spanien passierte: Ich bin durch Zufall (?) über ein Video eines amerikanischen Motivationstrainers gestolpert. Das war der Anbeginn einer neuen Zeit.

Lektion: Ohne Schweden kein England. Ohne England kein Spanien. Ohne Spanien kein… Ein Schritt führt zum Nächsten! Und viele Menschen erwarten, wenn sie plötzlich auf die Suche nach ihrer Vision gehen, dass diese wie aus dem Nichts vor ihnen erscheint, ohne dass sie etwas dafür tun müssten.

Wie auch immer. Dieser Motivationstrainer brachte mich dazu, in Spanien ein halbes Jahr lang in meinem Zimmer zu verbingen und alles in mich aufzusaugen, was ich über Persönlichkeitsentwicklung und Psychologie zwischen meine Finger bekam.

„Das erste Mal in meinem Leben verstand ich, dass ich meine Zukunft selbst bestimmen konnte. Ich verstand, dass es meine Verantwortung ist, mein Leben zu gestalten und selbst herauszufinden, was ich wirklich will.“

Theorie, Theorie, Theorie – und keine Ergebnisse

Wie gesagt, zu dieser Zeit verstand ich sehr viel und innerlich bewegte sich so Einiges. Aber das alleine reichte nicht aus. Diese ganze Theorie, die ich in mich aufsaugte, veränderte mich nicht wirklich. Meine Einstellung hatte sich zwar geändert und meine Art zu Denken, aber meine Probleme lösten sich dadurch nicht in Luft auf.

Ich hatte nachwievor Schwierigkeiten damit, mit Menschen in Kontakt zu treten und hatte es mit einigen Ängsten zu tun. Ich fühlte mich wie in einem Gefängnis voller Wissen.

Stephan-WießlerIch wusste, dass ich handeln musste. Ich hatte Angst vor Menschen! Also musste ich unter Menschen gehen. Ich hatte Angst vor Frauen, Nähe und Sexualität! Also musste ich Frauen kennen lernen.

Ich tat in den folgenden Wochen – nein, eigentlich Jahren – sehr viel, um mich von meinen Ängsten zu befreien, meine Komfortzone zu erweitern und dadurch meine wahren Wünsche und Bedürfnisse ans Licht zu holen.

Noch in Spanien ging ich alleine auf die Straße und sprach fremde Menschen an. Ich versuchte mit vielen Menschen in verschiedenen Situationen ins Gespräch zu kommen und forderte mich selbst immer wieder heraus. Es gab einige Höhen und auch viele Tiefen und Rückschläge und manchmal hatte ich das Gefühl, dass sich gar nichts änderte in meinem Leben.

Doch ich gab nicht auf und machte immer weiter.

Auch als ich zurück in Deutschland war, ging ich regelmäßig auf die Straße und sprach Menschen an. Ich fragte nach der Uhrzeit, dem Weg oder Frauen nach ihrer Telefonnummer. Ich tat verrückte Sachen, wie im Bus laut zu singen oder mich in fremde Autos zu setzen, nur um mir selbst zu beweisen, dass nichts Schlimmes passieren würde.

Es war eine harte Zeit, die mir aber sehr half. Ich lies viele Ängste los und befreite mich ein gutes Stück.

Was meine Visionssuche anbelangte: Durch die ganzen Bücher, die ich mir in Spanien (und auch danach) durchgelesen hatte, fing ich an, mir Ziele zu setzen.

Im Nachhinein durfte ich feststellen, dass die ersten Ziele immer noch meiner kindheitlichen Programmierung („Geld, Anerkennung, Norm, Beruf“) folgten, aber hätte ich nie damit angefangen, wer weiß, wo ich heute stehen würde.

Ich studierte immer noch Volkswirtschaftslehre. Nur dieses Mal mit dem Unterschied, dass ich mir jetzt ein Ziel dahinter setzte. Ich beschloss, mich innerhalb des Studiums auf Marketing und Immobilien zu konzentrieren und absolvierte ein weiteres Praktikum in einer kleinen Immobilienfirma.

Ich legte sogar noch eins drauf und machte neben meinem Studium ein zweites Studium speziell für Immobilienökonomie. Mein Ziel war es, nach dem Studium viel Geld in der Immobilienbranche zu verdienen. Ich rettete in den letzten zwei Jahren meinen Notendurchschnitt von 3,3 auf 2,8 und hatte Anfang 2010 hielt ich zwei Diplome in der Hand.

Was sich allerdings nie geändert hatte: Das Studieren machte mir von Vorne bis Hinten keinen Spaß und ich redete mir damals ein, dass ich erst Spaß an diesen Themen haben würde, wenn ich in der Praxis ankommen würde, also einen soliden Beruf gefunden hätte.

Das kommt davon, wenn man nicht seinem Herzen folgt

VisionDiesen Beruf fand ich auch. Das Schicksal meinte es gut mit mir und durch einen Kumpel wurde ich in einer großen Immobilienfirma in Berlin angenommen (bei der ich zuvor auf meine Bewerbung hin ein Absage erhalten hatte – davon wusste nur niemand mehr etwas).

Der Job machte mir drei Monate lang Spaß, drei Monate redete ich mir ein, er würde mir Spaß machen und nach einem halben Jahr war ich wieder in der Realität angekommen. Alle Ziele, die ich erreicht hatte, waren die falschen Ziele gewesen.

Ich hasste diesen Job und wollte mit den meisten Menschen in dieser Branche nichts zu tun haben. Also kehrte ich in mich.

Lektion: Außerdem redete ich mit vielen Menschen, die etwas komplett Anderes machten. Viele von ihnen waren als Coaches oder ähnlichem tätig. Und ich fragte sie aus.

Nach langen Überlegungen wurde mir klar: Ich muss das tun, was mich wirklich interessiert. Und da ich mich seit Jahren mit Persönlichkeitsentwicklung und Psycholgie beschäftigt hatte, lag es eigentlich auf der Hand.

Aber ganz so leicht war es damals noch nicht und mein Blick war natürlich noch nicht ganz klar.

Lektion: Viele Leute denken, sie bräuchten erst den klaren Blick, um überhaupt beginnen zu können. Weit gefehlt! Mit den Schritten in den Nebel hinein erscheinen immer neue Sachen am Horizont.

Nach 8 Monaten reichte ich meine Kündigung ein, brach alle Regeln („Geld, Anerkennung, Norm, Beruf“) und machte eine Ausbildung zum Hypnotiseur.

Warum das?

Auch hier spielte mir mein Unterbewusstes wieder einen Streich. Eigentlich wollte ich ja lieber als Coach arbeiten, traute mir das aber noch nicht zu. Und ich hatte einen Bekannten, der mit einer Hypnosepraxis gutes Geld verdiente. Also dachte ich mir: „Mache ich doch etwas, von dem ich weiss, das es funktioniert.“

wer-bin-ichIch hatte damit schließlich ein perfektes Vorbild.

Gedacht, getan. So machte ich die Hypnoseausbildung und eröffnete meine eigene Hypnosepraxis.

Doch wie habe ich das Ganze finanziert?

Zum Einen hatte ich noch etwas Geld gespart und zum Anderen habe ich nach (!) meiner Kündigung vom Staat einen Gründungszuschuss erhalten.

Lektion: Die Finanzierung erhielt ich erst, nachdem ich ins kalte Wasser gesprungen war. Nicht davor! Das Leben gibt einem das, was man gerade braucht. Auch wenn es nicht immer das ist, was man gerade will.

So hatte ich nun meine eigene Praxis. Und keinen einzigen Kunden.

Die folgenden Wochen verbrachte ich damit, von Apotheke zu Apotheke zu laufen und meine Flyer zu hinterlegen. Ich lernte, wie man eine eigene Homepage baut und setze meine allererste Seite in die Welt (und ich hatte zuvor wirklich null Ahnung davon).

Der Gang in die Apotheken fiel mir sehr schwer. In jeder Apotheke, in der ich Werbung für mich machte, fühlte ich mich mies und hatte das Gefühl, irgendwie nicht zu 100 % hinter dem zu stehen, was ich da eigentlich tue.

Folglich blieben auch die Kunden aus. Ab und zu meldete sich jemand an, aber ich spürte, dass ich mal wieder auf dem Holzweg war.

Nach einem Jahr kam ich mal wieder in der Realität an und schmiss die Hypnosepraxis hin.

Lektion: Und trotzdem hatte ich eine Menge gelernt. Ich spürte, dass mir die Arbeit mit Menschen viel Spaß bereitete und das Hypnose einfach das falsche Werkzeug für mich war.

Aber ich gab nicht auf!

Ich änderte meine Homepage und wurde Trainer und Coach.

Endlich angekommen!

Um es kurz zu machen: Ich gab dann ein paar Seminare, die mir richtig Spaß machten. Doch auch das verlor mit der Zeit seinen Reiz.

Heute ist es so: Ich arbeite hauptsächlich an meiner Homepage, kann mir meine Zeit einteilen wie ich möchte und liebe meine Arbeit. Ich habe auch ein paar Coaching-Kunden, mache aber nicht viel Werbung dafür, da mir das ausreicht.

Die Frage „Was will ich?“ kann ich mittlerweile beantworten. Es hat auch nur 14 Jahre gedauert. OK, bleiben wir fair – gestellt habe ich sie mir im Prinzip damals in Spanien – und das ist jetzt 8 Jahre her.

Wie Du sehen konntest, habe ich das aber nur herausgefunden, indem ich losgegangen bin. Dadurch, dass ich nach jedem Rückschlag wieder aufgestanden bin und dadurch, dass ich immer weiter gemacht habe. Dadurch, dass ich mich der Wahrheit immer und immer wieder gestellt habe und bereit war, mich zu verändern.

Zusammengefasst heißt das

Wenn Du also Deine Vision finden möchtest, dann musst Du los gehen! Irgendwelche Gedankenspiele und Übungen in Deinem Zimmer mögen Dir ein paar Anhaltspunkte geben, doch Antworten findest Du nur draußen in der Realität!

Besiege Deine Ängste und löse Dich von Deinen Programmierungen. Erwarte nicht, dass Du von jetzt auf gleich weißt, was Du wirklich willst, sondern finde es heraus.

Suche Dir Menschen, die spannende Dinge tun und frage sie. Probiere verschiedene Dinge aus, um herauszufinden, was Dir wirklich Spaß macht.

Gehe ein Risiko ein und sei bereit zu scheitern.

Gib niemals auf und lerne, dem Leben zu vertrauen!

Wie steht es um Dich? Wie weit bist Du auf Deinem Weg gekommen? Wie weit hast Du Dich überhaupt heraus getraut? Schreibe mir doch einen Kommentar hier weiter unten.

Hier klicken zum Kommentieren 24 Kommentare
Malu Eva Hannibal - 23. Februar 2015

Hallo Stephan,

Dein Artikel hat mir sehr gefallen.
Ich (29) bin leider noch nicht so weit wie du. Aber ich erwische mich auch immer wieder dabei, dass ich nicht aus den Puschen komme. Vor allem der Umgang mit anderen Menschen bereitet mir Probleme. Ich habe Angst mich zu „zeigen“ weil ich mich für meine wenige Erfahrung und meine Schüchternheit schäme und mich für dumm halte. Ich bin aber auch so ideenlos was neue Erfahrungen machen angeht oder mir fehlt das nötige Kleingeld. Beruflich weiß ich auch nicht was ich will…ich weiß nur, dass mein jetziger nicht der richtige ist …
Gruß Eva

Antworten
    mail@stephanwiessler.de - 24. Februar 2015

    Liebe Eva,

    schau Dir Deine Worte mal an! Du redest nur von dem, was nicht funktioniert: Deine Probleme und sogar noch eine Begründung, warum Du nicht weiter kommst.

    Mit diesen Gedanken ist es kein Wunder. Konzentriere Dich auf das, was Du willst (und nicht darauf, was Du nicht willst) und stelle Dir lieber Fragen wie: Wie kann ich es schaffen? Wie kann ich neue Erfahrungen machen? Wo kann ich Ideen finden?

    Beste Grüße

    Antworten
Melanie - 24. Februar 2015

Wow, dass kommt mir alles so bekannt vor..nur dass ich jetzt 36 bin und zwei kleine Kinder. Ich hab trotzdem vor 2 Monaten meinen recht gut bezahlten Job gekündigt und bekomm seitdem von allen Seiten zu hören, ich soll bei dem bleiben, was ich kann…das zerrt ganz schön. ..ich mach jetzt ein Teilzeit Fernstudium in Psychologie. .ganz einfach weil es mich interessiert. Genau wie bei dir wurde es mir nachdem Abi ganz schnell ausgeredet. Mein Traum ist es anderen dabei zu helfen glücklicher durchs Leben zu gehen…das ist meine Vision….ich habe aber noch viel zu tun, was den Glauben an mir selbst angeht…aber danke, dass ich deinen blog gefunden habe.

Antworten
Renate - 6. März 2015

hallo, ich habe einen sehr langen und schweren Weg hinter mir , seit fast 20Jahren arbeite ich an mir …ich bin durch den Tod meiner Geschwister sehr krank geworden , Angst und Panikattacken bestimmten sehr lange Zeit mein Leben .Ich habe viele Therapien hinter mir , Klinikaufenthalte , hatte allen Lebensmut verloren ….dazu kamen Probleme in der Ehe , und meine 2 Kinder die versorgt werden mussten …da sie noch klein waren . Ich könnte heute einen ganzes Buch darüber schreiben …..heute arbeite ich seit 1 Jahr in meinen Traumberuf . Was ich mir von Herzen wünsche ist , was mir schwer fällt ist, meine Gefühle anzunehmen, zu akzeptieren .Sobald ein Gefühl da ist , empfinde ich erstmal Angst , da ich nicht gelernt habe mit Gefühlen umzugehn , ich kannte in den ganzen Jahren nur das Gefühl Angst – alles was neu war -Angst , egal was da war , erstmal Angst !! Ich habe sehr grosse Fortschritte gemacht , kann über meine Vergangenheit reden ohne in Tränen auszubrechen, habe neue Freunde gefunden , seit 5 Jahren besuche ich einen Tanzkurs, habe einen englisch Kurs angefangen , ab nächste Woche bin ich 1 mal im Monat in einer Frauengruppe …was ich noch lernen will : meine Kinder sind beide erwachsen , beide ausgezogen , ich tue mir schwer sie loszulassen ,und ich denke es ist die Angst die ich damals gespürt habe als meine Geschwister -beide sehr jung – gestorben sind ….aber werde nicht aufgeben !!! „

Antworten
Karin Nikbakht - 7. März 2015

Hallo Stephan,

sehr schön, hat mir gefallen deine Worte zu lesen. Besonders den Teil finde ich echt toll, wo du dich deinen Ängsten stellst und im Bus singst.. ;-). Das ist echt so wichtig, das wir uns bewusst machen, wo unsere Blockaden liegen und uns diese dann anzuschauen. Und sie zu lösen… dort wo die Angst ist, da geht es hin… sage ich auch immer in der Praxis und lebe ich auch danach.

Alles Liebe

Karin

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Alicija - 27. April 2015

Ich wüsste nichtwarummichsojemandwieducoachensollte,dubisteinfachnureinefaulesockewiemanfrüherschonsagtederewigestudentderselbsteinelebenslangetherapiebraucht

Antworten
    mail@stephanwiessler.de - 27. April 2015

    Sehr konstruktiv… und so wahr…

    Antworten
Renate - 30. April 2015

An Alicija- ziemlich frech von dir !! und respektlos . Für viele Menschen ist so n Blog sehr hilfreich ! Wenn du kein Interesse hast , dann besuche die Seite nicht , ganz einfach !

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Dennis - 13. Mai 2015

Hallo Stephan,

wie Du schon richtig sagst, führt das eine zum anderen. 🙂

Ich bin einen fast identischen Weg wie Du gegangen. Es gibt da so viele Parallelen, dass es mir schon fast unheimlich war als ich Deinen Artikel eben gelesen habe.

Ich habe richtig Gänsehaut bekommen und es kam mir vor als hättest Du mein Tagebuch geklaut und laut daraus vorgelesen.

Du scheinst ein sehr interessanter Mann zu sein und ich würde Dich mal gerne persönlich sprechen und kennenlernen. Auch mein Hobby ist Psychologie, aber mehr die Verkaufs- und Verführungspsychologie.

Die Denkmuster und auch die Handlungen die Du beschreibst, sind mit meinen nahezu identisch.

Auch das Heraustreten aus der Komfortzone sind Dinge die mich fordern aber mir grundsätzlich sehr leicht fallen. Ohne das ich dafür jemals ein Training gehabt hätte. Bei mir ist es die natürliche Neugier an anderen Menschen die mich interessieren. Dann muss ich diese Menschen einfach anquatschen. Es ist wie ein unaufhaltsamer Drang.

Allerdings gibt es bei mir immer noch diesen kleinen Mann im Ohr, der mir flüstert, dass ich die Hübsche im Zug nicht ansprechen sollte, weil ich eine Freundin habe und die Dame nicht beim Handyspielen gestört werden will.

Es ist manchmal gar nicht so leicht, diesem kleinen Mann die Schnauze zuzuhalten und nicht auf sein blödes gequassel zu hören. Aber immer häufiger mache ich es trotzdem. Es ist wie ein Trainingsprogramm zum Aufbau von Selbstbewusstsein.

Mittlerweile spreche ich regelmäßig vor 400- 1.200 Menschen und moderiere Damen-Basketball-Bundesligaspiele.

Ich habe nur das Problem, dass ich momentan noch nicht weiß was ich will.

Leider hemme ich mich selbst, weil ich innerlich einen Konflikt mit mir selbst austrage. Ich will einerseits meine Freundin nicht verletzen, aber andererseits als Datingcoach arbeiten und Männer dabei unterstützen würde, nette Frauen kennenzulernen. Meine Freundin meint, dass ich Ihr an eine andere Frau verloren ginge.

Deswegen bremse ich mich aus.

Ging Dir das mal genauso? Was hast Du in so einer Situation gemacht?

Das was ich liebe (Flirten/Frauen/Dating/ Beziehungen/Pick-Up/Damenbasketball) habe ich schon gefunden. Den Ausbruch aus dem persönlcihen Hamsterrad habe ich aber noch nicht abgeschlossen. Es wird aber immer stärke dem nachzufolgen, was in meinem Hezen brennt. Ich habe nur Angst davor, meine Freundin deswegen zu verlieren, aber unglücklich sein damit, dass ich nicht das tue was ich will stört mich auch. :-/

Vielleicht ist es das Beste sich mal bei einem Coach einer Beratung zu unterziehen. Was meinst Du?

Wen würdest Du in solch einer Situation kontaktieren?

Schöne Grüße aus Essen
Dennis

PS:
Ich frage interessante Menschen immer nach den drei einflussreichsten Büchern die Sie in Ihrem Leben gelesen haben. Welche waren Deine Top 3?

Wäre cool, wenn Du mir kurz und knapp antworten würdest. Es wäre aber auch nicht tragisch, wenn Du es nicht schaffst. Ich gehe davon aus, dass Du ein vielbeschäftigter Mann bist und gar nicht soviel Zeit hast. Falls doch, wäre ich Dir zu Dank verpflichtet und würde Dir meine persönlich spannenste Verführungsgeschichte erzählen aus der Jeder was lernen könnte. Auch Du! 😉

Antworten
Katharina - 22. August 2015

Hallo Stephan,

ich (27) bin eigentlich über ein anderes Thema auf diesen Artikel gesoßen (ich glaube Freunde?) und war genauso erstaunt über die Parallelen in unserem Lebensverlauf wie mein Vorredner 😀 Bis zu dem Punkt, an dem du in Spanien das Motivationsvideo gesehen hast, könnte man meine Erfahrungen auf deine übertragen. Dieselben Gedankengänge, dieselben Lektionen. Nur: ich hatte nicht das Glück auf so ein Video zu stoßen^^ Ich war auf einem 2monatigen Rucksacktrip in der Karibik nachdem ich nach einem Amerikaurlaub – wie du – eine gute Erfahrung gemacht hatte.. Nur gegen Ende dieses Karibiktrips bekam ich totale Panikattacken, weil ich nicht wusste was ich danach mit meinem Leben anfangen soll (hatte vor dem Trip mein Langzeitstudium endlich beendet) . Das äußerte sich auch noch in einer Esstörung und ich kam immer tiefer in so einen handlungshemmenden Depressionsstrudel, weiß auch nicht wie ich das besser beschreiben soll. Da steck ich immernoch drin, wohne jetzt im Horrorhaus mit meinen Eltern und weiß nicht wohin mit mir.
Wie hast du die Kraft aufgebracht einfach irgendwas zu probieren? Einfach nur um zu handeln? Ich brauche eigentlich nur irgendeinen Job damit ich wieder aus diesem Psychoelternhaus ausziehen kann, aber ich schaff es nicht, hab auf nichts Lust.
Hat es dich nicht irgendwann nach den ganzen „falschen“ Entscheidungen genervt immer „irgendwas“ machen zu müssen?
Ich weiß, dass sich nur durch Handeln was ändert, aber ich habe vor ALLEM so Angst und auch keine Kraft für irgendwas. Ich schaffs nicht mal Therapeuten anzurufen um endlich eine Therapie zu beginnen (ist von mehreren Pädagogen empfohlen worden). Angst/Faulheit?? Ich seh im Momen einfach nur in einen dunklen Gang.

Verrückte Sachen zu tun um sich zu beweisen, dass nichts Schlimmes passiert, könnte auch ein Übung für mich sein 😀 Das Schlimme ist: ich war sogar mal von selbst so verrückt und unbeschwert, aber irgendwann hat sich das total geändert !

Liebe Grüße und viel Spaß weiterhin mit deiner Arbeit 🙂
Katharina

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    Thessa - 14. Dezember 2015

    Hallo du 🙂 mich hat dein text bissl an mich vor einem jahr erinnert. hatte damals auch eine depressive symptomatik und hab mir schwer getan mich zu irgendwas aufzuraufen.. nix hat mir mehr spaß gemacht und bei allem hab i koan spaß mehr gehabt, hab auch nur mehr schwarz gesehen und war so mit mir selber beschäftigt, dass i mi weder konzentrieren hab kennen geschweige denn iwas um mi herum nu mitbekommen hab…
    was mir damals ziemlich geholfen hat, war des mit kleinen dingen anzufangen.
    und auch wenns nur blumen gießen ist. und danach dich zu loben . weil dann kannst auch wirklich stolz auf dich sein. einfach weil du dir was vorgenommen hast und des auch durchgezogen hast. schreib da di ganzen erfolge, de du so über den tag verteilt gehabt hast zusammen und reflektiere sie mit den worten „ich bin stolz auf mich weil…“ wenn du dich sobald du einen kleinen oder größeren erfolg hattest daran erinnerst, kannst du auch gleich danach zu dir sagen „Das hast du jetzt toll gemacht, ich bin wirklich stolz auf dich “ wirst sehen des wird wahre wunder bewirken 🙂 umso mehr ma duat umso mehr energie hat man 🙂 und des kann i aus eigenen beispiel nachvollziehen. mittlerweile hab i extrem viel energie und bin total aktiv 🙂

    Antworten
Anna - 11. Oktober 2015

Hallo Stephan,
ehrlich gesagt weiß ich garnicht wo ich anfangen soll und ich bezweifle auch, dass ich eine Antwort von dir bekomme, aber ein Versuch ist es wert. Deine Seite und deine Geschichte gefällt mir wirklich gut und ich finde es bemerkenswert wie du alles aufgegeben hast, um dich selber zu finden.

Ich bin 17 Jahre alt, mache mein Abitur und ich habe keine Ahnung was ich nach der Schule machen soll. Meine Mutter macht einen riesen Druck was ich natürlich total nachvollziehen kann. Sie hat Angst und macht sich einfach nur Sorgen und ich weiß auch das sie nur das Beste für mich will, aber es macht mich manchmal wirklich fertig.
Jeden Tag die gleichen Diskussionen und Streitereien, als ob ich auf dem darauf folgenden Tag sofort einen Plan für meine Zukunft hätte..
Manchmal würde ich wirklich am liebsten alles hinschmeißen und auswandern.
Ich will auf eigenen Füßen stehen und mich selber besser kennen lernen.
Sie findet das aber schwachsinnig und hält es für Zeitverschwendung.
Sie ist die wichtigste Person in meinem Leben und ich möchte sie auf garkeinen Fall enttäuschen.

Ich habe Angst, dass ich versage und alle anderen etwas aus sich machen und ich mit 30 unglücklich bin und irgendeinen Beruf ausübe der mich nicht im geringsten interessiert.

Was denkst du ? Würde mich über eine Antwort von dir freuen
Lg Anna

Antworten
    mail@stephanwiessler.de - 12. Oktober 2015

    Liebe Anna,

    Du schreibst kein einziges Wort darüber, was Du eigentlich machen willst!

    Was will Deine Mutter, was Du tust?

    Und was willst Du tun?

    Grüße

    Antworten
veronika - 26. Januar 2016

Hallo….diese geschichte von ihnen hat mich sehr beeindruckt…ich habe immer viele ängste leute anzusprechen..dem werde ich mich stellen müssen und wollen..denn ich will wissen was ich in zukunft machen will..auch andere ängste bleibe immer im sicheren umfeld….das bringt mich aber auch nicht weiter macht mich sehr unzufrieden…und unglücklich…ich möchte es schaffen nicht von anderen leuten abhängig zu sein…

Antworten
Mario - 1. Februar 2016

Hallo Stephan,

ich habe schon etliche deiner Artikel gelesen und man kann viel davon lernen! Mach weiter so!

Ich bin dabei Frauen auf der Straße/in Geschäften anzusprechen und es ist echt nicht einfach, da es sich total unnatürlich anfühlt 1. rauszugehen, um Frauen anzusprechen und 2. durch die Stadt zu „irren“ und es dann auch zu machen. Was kannst du mir dazu sagen?

Viele Frauen sind heutzutage oberflächlich und haben unrealistische Vorstellungen von einem potenziellen Partner (laut Internetrecherche – u. a. Beeinflussung durch Medien usw.)., und einige sind auch recht unfreundlich, und man selbst nimmt sich den ganzen Mut zusammen.

Findest du, dass ich (bald 39 Jahre – knapp 1,70 groß) gute Chancen bei sehr hübschen, jungen (20-25 Jahre) und großen (ab 1,75m) Frauen habe oder ist es eher unwahrscheinlich? Denn man könnte ja sagen „solche Frauen können sich doch junge und hübsche Männer suchen.. warum sollte die dann Interesse an einem deutlich älteren und auch kleineren Mann haben?“. Wie ist deine Meinung dazu?

Viele Grüße
Mario

Antworten
    mail@stephanwiessler.de - 1. Februar 2016

    Die Frage ist nicht, was ich glaube. Sondern was Du glaubst!

    Antworten
      Mario - 1. Februar 2016

      Zu welcher Frage?

      Antworten
        Stephan Wießler - 1. Februar 2016

        „Findest du, dass ich (bald 39 Jahre – knapp 1,70 groß) gute Chancen bei sehr hübschen, jungen (20-25 Jahre) und großen (ab 1,75m) Frauen habe oder ist es eher unwahrscheinlich?“

        Antworten
Mario - 1. Februar 2016

Gute Frage, Stephan. Ich muss dir sagen, dass ich bis Mitte 30 total falsche Glaubenssätze hatte. Und wenn ich mich mit Männern in meinem Alter +/- über diese Themen unterhalte, dann bekomme ich die selben Aussagen zu hören, die ich über 30 Jahre als „Wahrheit“ gesehen habe. Wie ich festgestellt habe, sind diese Glaubenssätze alters- und attraktivitätsunabhängig. Daher war es auch für mich immer die „Wahrheit“, bis ich anfing Bücher oder Berichte, wie deinen, zu lesen und gleichzeitig anfing meine bisherigen Glaubenssätze in Frage zu stellen. Aber ich habe keine Referenzerfahrung und da du dich schon Jahre mit diversen Themen beschäftigst – und ich meine gelesen zu haben, dass auch du in einer ähnlichen Situation warst und wohl schon Referenzerfahrungen gemacht hast -, wollte ich deine Meinung dazu wissen, da meine neuen, realistischen Glaubenssätze noch auf tönernen Füßen stehen.

Ich habe zum Beispiel einen attraktiven Kumpel, der Anfang 40 ist und von Frauen regelmäßig angeschaut wird. Schön und gut. Aber er hat NULL Erfolg mit Frauen. Er wird weder aktiv (tanzt nur im Club etwas und hofft, dass eine seine „Antanzversuche“ erwidert werden), noch hat er „gesunde“ Glaubenssätze. Vor längerer Zeigte er mir im Club drei hübsche Blondinen und sagte „da kommen WIR nie dran“. Ich dachte mir „hey, du bist ein hübscher großer Typ und grade DU sagst mir sowas?“. Aber ich habe eben festgestellt, dass sehr viele Männer so denken.

Antworten
Jürgen - 1. Mai 2016

Ein wirklich erkenntnisreicher Blog, Stephan, und ganz besonders dieser Eintrag, weil er so ehrlich ist und ich mich in mancher Äußerung wiedererkenne!
Ich freue mich, dass du nun gefunden hast, wonach du suchtest und wünsche dir weiteres positives Wachstum in allen Bereichen!

VG
Jürgen

Antworten
Doris - 8. Mai 2016

Hallo,

gut, zu wissen, dass es mehrere Menschen gibt, die noch ihren Weg finden müssen bzw finden dürfen.
Ich persönlich fühle mich momentan, als würde ich auf dem offenen Meer treiben. Sehe zwar ab und zu Land, werde aber dennoch von der Strömung davon getragen.
Weil ich einfach nicht weiß, was ich beruflich machen möchte.

Es ist richtig. Unsere Prägung bzw ersten Eindrücke erhalten wir aus unserem Elternhaus oder orientieren uns an Geschwister/Freunde.
Auch wenn wir uns danach orientieren, merken wir irgendwann, dass es für uns nicht richtig ist. Was nicht schlimm ist, weil wir dadurch eine oder mehrere Erfahrungen für unser Leben sammeln.

Aber es gehört auch das Fünckchen Glück zum Leben. Begegnungen mit anderen Menschen, die einen helfen ihren Weg zu finden bzw als Berufsquereinsteiger eine Chance zu geben.

Bin der Überzeugung, dass wir es schaffen werden. Auch wenn es ein paar Jahre dauern kann.

Viele Grüße
Doris (31)

Antworten
Carima Eßinger - 29. August 2016

Hallo Stephan,

Vielen Dank für deine Worte. Ich habe mir jetzt mehrere Artikel durchgelesen und eigentlich bei jedem 2. Satz gedacht: Klingt nach mir! Kommt mir bekannt vor! oder Irgendwie hat er recht. Ich finde es auch tröstlich, dass wie aus den Kommentaren zu lesen ist, viele Menschen damit Probleme haben. Natürlich ist das nicht schön, aber es gibt mir irgendwie das Gefühl nicht ganz alleine zu sein mit den Problemen 🙂 Ich finde deine Seite sehr inspirierend und hoffe, dass es mir gelingt eines Tages ebenfalls meine Vision zu finden.

Viele Grüße

Antworten
    mail@stephanwiessler.de - 29. August 2016

    Liebe Carima,

    das ist doch schonmal super, dass Du weißt, wo Du stehst. Das ist ein Anfang. Jetzt musst Du nur noch weiter machen.

    Beste Grüße

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Christiane - 9. Dezember 2016

Hallo Stephan,

wow, krass ich fühle mich verstanden und bestärkt! Ich befinde mich im Moment in der Situation, dass ich aus meinem Beruf ausbrechen will, hab mich (nach einer fürchterlichen Woche,Monat,..) am Anfang meines Wegs gesehen. Eines hat mir dein Artikel in jedem Fall bewusst gemacht, dass auch die Schritte in der Vergangenheit was Wert waren und nötig waren um an den Punkt zu kommen an dem man was ändern will und sich selbst zu finden.

Wie du war auch ich bei der Berufswahl getrieben von den falschen Motiven, mit dem Unterschied, dass ich sie mir in jungen Jahren schon selbst auferlegt hatte. Kurz, ich will nicht länger drauf eingehen, lieblose, gewalttätige Ehe der Eltern mit dem Resultat, dass meine Mutter mit 40 vor dem nix und kaum Kohle alleinerziehend mit zwei pubertierenden Kindern da stand. Mein Fazit war, meiner Mutter nicht auf der Tasche liegen und mit mit einen gut bezahlten Job die Unabhängigkeit erkaufen. Juhuuu, ich bin in der Industrie gelandet, Vertrieb, Großkundenbetreuung. Juhuuu Ende

Das Bewusstsein, dass was schief läuft kam mir erstmalig vor 5-6 Jahren, damals habe ich meinen Zustand immer metaphorisch beschrieben und mich mit einem leeren Schwamm verglichen der wieder was aufsaugen will. Als Lösung hab ich nen Fachwirt draufgesetzt und irgendwann den Job gewechselt und der Hoffnung dass es unter neuem Arbeitgeber anders wäre. Weit gefehlt…

Ich hab die Schnauze voll von raffgierigen Kollegen die nur ihren Provisionen hinterherrennen und sich verkaufen. Von immer schneller immer mehr. Stolz sein wenn Wettbewerb „vernichtet“ wurde, sich selbst über alles loben. Es fühlt sich für mich alles nur noch geheuchelt an.

Diesen Wandel habe auch ich auf Reisen (alleine) erlebt, bei der Aufarbeit meiner Kindheit und meinem neuen politischen Interesse seit der „Flüchtlingskrise“ und all dem was drum herum passiert… Alles geht Hand in Hand und mir wird immer bewusster, dass es mir so verdammt gut geht und ich Menschen helfen will.

Von der harten Wirtschaft in die soziale Richtung, für mein Denken könnte es kaum widersprüchlicher werden.

Dank dir habe ich aber gemerkt, dass ich mir viel zu sehr damit beschäftige welche Optionen es gäbe und diese abwäge als einfach loszuziehen, hallo zu sagen (Ehrenamt, Partei,..) und zu schauen ob es meins ist. Erst nebenberuflich bis ich genug finanzielle Mittel zusammen habe um mir einen Traum zu erfüllen, meinem Fernweh nachzugeben und mich gleichzeitig für ein halbes Jahr Freiwilligenarbeit zu leisten.

Mir machte es bisher auch unheimlich Angst nicht zu wissen wie es danach weiter gehen soll, aber so wie du deine Geschichte schilderst, sollte ich umdenken, bin ich im besten Fall nicht weit davon entfernt mein Ziel zu finden. Es ist schon wert zu wissen was man will und, das sollte ich nicht vergessen wenn mich der Alltag mal wieder auffrisst!

Vielen Dank!

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