6 Gründe, warum Du unglücklich bist. Und 6 Auswege!

Viele Menschen, die unglücklich sind, suchen nach dem Ursprung dafür. Vielleicht in ihrer Vergangenheit oder ihrer Gegenwart.

Irgendwo muss das Unglück schließlich herkommen.

Doch manchmal liegen die Gründe des Unglücks doch ganz woanders. Vielleicht sind sie viel subtiler und gar nicht so komplex.

Ich habe hier die wichtigsten Gründe für ein unglückliches Leben zusammengestellt (und biete natürlich auch gleich eine Lösung dazu an). Vielleicht ertappst Du Dich beim Lesen doch öfter, als Dir lieb ist.

Am Ende des Artikels findest Du dann übrigens noch die 9 wichtigsten Punkte, die für ein glückliches Leben wichtig sind.

Was macht Menschen unglücklich?

Was genau macht Menschen unglücklich?

Welche Geisteshaltung ist dafür verantwortlich?

Welche Angewohnheiten verstärken das Unglück?

Oder ist doch alles nur Zufall?

Hier 6 Gründe, warum Du unglücklich bist:

1. Du grübelst zu viel!

Wie ich eingangs des Artikels bereits beschrieben habe, suchen viele Grübler nach dem Ursprung ihres Unglücks.

Sie überlegen, was wohl in ihrer Erziehung oder Kindheit falsch gelaufen ist oder was ihre Eltern nicht richtig gemacht haben.

Sie suchen Ereignisse in ihrer Vergangenheit, die vielleicht den Grund für ihr Unglücklichsein darstellen.

Oder sie schauen sich ihr Leben an und suchen nach allem, was falsch läuft. Sie suchen und suchen und suchen, in der Hoffnung, der Lösung auf die Schliche zu kommen.

Doch was tun sie wirklich?

Während sie nach dem Ursprung suchen, finden sie zugleich die Bestätigung für ihr Unglück.

Glücklich werden sie damit nicht.

Denn sie sind in einer Falle gelandet. Denn das Grübeln über die Gründe des Unglücks macht unglücklich!

Äh, was bitte?

Ja, Du hast richtig gelesen. Das Problemlösen ist Teil des Problems.

Das Nachdenken führt Dich in tieferes Nachdenken führt Dich in tieferes Nachdenken usw.

Es wird nicht so laufen, dass Du durch das Grübeln von einer auf die andere Sekunde den einen wahren Grund für Dein Unglück findest und plötzlich ist alles gut und Du hörst von alleine auf nachzudenken und bist glücklich.

Was ist nun also die Lösung?

LÖSUNG: Wenn Du zu viel grübelst, dann hör auf zu viel zu grübeln.

Leicht gesagt, ich weiß.

Wie Du das in der Realität anstellst?

LiebeskummerZum Grübeln tendieren verkopfte Menschen.

Und was haben verkopfte Menschen nicht?

Zugang zu ihrem Körper und ihren Gefühlen. Und das ist auch wieder ein Grund, warum sie unglücklich sind.

Die Lösung liegt aber genau darin: Im Nichtdenken und im Fühlen. Im Körperbewusstsein und in der Hingabe.

Klingt abgedroschen?

Ist es ganz und gar nicht. Wenn Dein Verstand Dir jetzt tausend Gründe nennt, dass das nicht die Lösung sein kann, dann ist genau das die Lösung. Denn Dein Verstand hat da keine Lust drauf. Der will lieber weiter grübeln.

Konkrete Übung: Mach alles, was Dich aus dem Kopf raus und rein in Deinen Körper bringt (Yoga, Meditation, Sauna, etc.).

Auch interessant an dieser Stelle: Warum Du negative Gedanken hast – und wie Du sie los wirst!

2. Du vergleichst Dich mit anderen und suchst nach Bestätigung

Diese zwei Punkte liegen nah beieinander.

Das „mit anderen vergleichen“ passiert oft schneller, als Dir lieb ist.

Da wird zu Hause noch getönt, dass einem egal ist, wie viel der beste Freund verdient. Kaum in dessen neuer, großer, schöner Wohnung angekommen, geht es innerlich doch rauf und runter und ob man will oder nicht: etwas Neid entsteht.

Das geht nicht jedem so! Aber vor allem findet man dieses Muster bei unglücklichen Menschen.

Oder bei der Arbeit: Da wird schnell geschaut, was der Kollege verdient und welches Auto er fährt.

Sich mit anderen zu vergleichen, kann auf gewisser Ebene Ehrgeiz wecken (Wettkämpfe), darf aber nicht zu weit getrieben werden. Sonst macht’s eben unglücklich. Und Neid ist auch kein schönes Gefühl und entzweit.

Und das Suchen nach der Bestätigung anderer führt sicherlich auch nicht zum Glück. Das ist wie der Esel, der den ganzen Tag der Karotte am Seil hinterherläuft…

…und sie niemals bekommen wird.

Klar, mal ein „gut gemacht“ hier oder ein „weiter so“ da, tut schon gut. Aber danach geht die Sache von Vorne los.

Da hat man dann die Bestätigung bekommen, fühlt sich ein paar Minuten toll, aber dann will man mehr.

Das Unbewusste schreit: „Gib mir noch mehr Bestätigung. Sag mir, wie toll ich bin und wie gut ich das gemacht habe. Immer und immer wieder!“

Da ist so leicht kein Entkommen raus.

Aber auch hier gibt es Lösungen!

LÖSUNG: Wenn Du Dich mit anderen vergleichst und nach der Bestätigung anderer gierst, dann schlägt das in dieselbe Kerbe.

Und die Lösung dazu heißt Selbstliebe!

Wieder so ein kitschiges Wort.

Aber so ist es nun mal.

Du kannst jetzt sagen: Nee, da hab ich kein Bock drauf…

…oder Du akzeptierst es und tust alles dafür, Dich selbst zu lieben, Dir selbst die Anerkennung und Bestätigung zu geben, die Du brauchst und Dich an Deinen eigenen Maßstäben zu messen.

Dann verschwinden die Vergleiche mit anderen und die Suche nach Bestätigung von ganz allein.

Übe Dich in Selbstliebe! Das ist das Schönste und Beste, was Du tun kannst.

Konkrete Übung: Nimm Dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit, ruhe Dich aus, atme durch, fühle in Dich hinein und liebe Dich selbst. Einfach alles andere vergessen und Dich voll und ganz auf Dich selbst konzentrieren.

Und dann rede Dir selbst gut zu. Sei gut zu Dir selbst.

Wenn Du einen Fehler machst: Finde tröstende Worte.

Wenn etwas nicht so klappt, wie Du gerne hättest: Akzeptiere es und beruhige Dich selbst.

Usw.

Wenn Dir noch mehr egal sein soll, was andere über Dich denken, lies hier nach: So wird Dir egal, was andere denken – eine Anleitung in 5 einfachen Schritten

3. Du musst alles kontrollieren und es muss perfekt sein

Wenn Du unglücklich sein willst, ist dies ein Garant dafür: Immer alles kontrollieren zu wollen und perfektionistisch zu sein, hilft Dir auf jeden Fall dabei, unglücklich zu sein.

SorgenDenn dann hast Du ständigen Stress. Du kommst niemals zur Ruhe und suchst immer weiter nach Dingen, die noch verbessert oder organisiert werden müssen.

Denn wenn Du es nicht machst, macht’s ja auch kein anderer. Ist ja klar.

Wie sehr Du Dich damit kaputt machst, das spielt zunächst keine Rolle.

Aber dann darfst Du Dich auch nicht fragen, warum Du unglücklich bist.

LÖSUNG: Wenn Du immer alles kontrollieren musst, dann lerne, loszulassen.

Und wie geht das jetzt schon wieder?

Ein bisschen wie in Übung Nummer 1 (das mit dem Körper und dem Fühlen) und dann noch einer weiteren Sache: Vertrauen.

Ich weiß nicht, ob Du weißt, was das ist, aber wenn Du es hast, dann hörst Du auf, zu kontrollieren und überall Deine Finger im Spiel haben zu müssen.

Wie bekommst Du nun Selbstvertrauen?

Ich behaupte mal, darüber habe ich auf dieser Homepage bereits genug geschrieben. Ein paar Übungen (nur 30) dazu findest Du hier: Übungen für mehr Selbstvertrauen

Und wie ist das mit dem Perfektionismus?

Der verschwindet automatisch mit steigendem Vertrauen.

Und Du kannst noch etwas tun!

Konkrete Übung: Mache absichtlich Fehler!

Natürlich solltest Du es jetzt nicht übertreiben und mit verbundenen Augen über eine Rote Ampel fahren. Aber ein paar kleine Fehler sind erlaubt.

Wenn Du beispielsweise einen Ordnungsfimmel hast, dann lass zu Hause einfach mal für zwei Tage Wäsche auf dem Boden rumliegen.

Je nachdem, was Dich stört, da fängst Du an. Mache bewusst etwas, was in Dir Unbehagen auslöst und beweise Dir damit selbst, dass nichts Schlimmes passieren wird, wenn Du es trotzdem tust.

Mehr zum Thema Perfektionismus findest Du hier: 5 wirkungsvolle Techniken, um Perfektionismus abzulegen

4. Du bist zu negativ, suchst die Schuld woanders, begibst Dich in die Opferrolle und hast ein Ohnmachtsgefühl

What?

Das war jetzt ein bisschen viel auf einmal.

Denkst Du vielleicht.

Also, eins nach dem anderen:

– negative Gedanken

– die Schuld abgeben

– Dich in die Opferrolle bringen

– ein Ohnmachtsgefühl haben

Warum kommen diese vier Punkte zusammen?

Weil sie alle zusammen spielen.

Ein Mensch, der diese Eigenschaften erfüllt, könnte folgende Gedankengänge haben:

„Oh, schon wieder Montag. Habe ich kein Bock auf die Arbeit. Und meine Kollegen nerven mich auch ganz schön.

Und dass die Renate jetzt im Dschungelcamp gewonnen hat, versteh ich auch nicht. Der Bernd hatte es viel mehr verdient.

Ich finde auch wieder keinen Parkplatz. Die blöde Kuh aus der Personalabteilung schnappt ihn mir bestimmt wieder weg. Genauso wie letzte Woche.

Und mein Job ist auch so anstrengend. Die Kunden nerven mich so. Immer dasselbe. Da müsste mein Chef eigentlich mal was machen.

Aber ich kann da nichts tun. Was anderes kriege ich ja nicht. Das ist aber auch ungerecht.

Und die Reichen da oben und die Politiker machen sich ein schönes Leben. Das ist echt das Letzte…“

Ufff!

DepressionFinde den Fehler! Und die negativen Gedanken. Und die Opferhaltung. Und die Schuldzuweisung. Und die Machtlosigkeit…

Und dann schau mal, wie oft Dir das passiert!

Das ist ein Grund, warum Du unglücklich bist! Und da kann auch Dein Chef nichts für, nicht die Politiker, nicht die Kunden und nicht Renate aus dem Dschungelcamp.

Das bist allein Du!

Deswegen gibt’s hier auch gleich die Lösung.

LÖSUNG: Hier geht’s ganz klar um Selbstbewusstsein.

Um genauer zu werden: Um Selbstreflektion, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung.

Erkenne, was Du da eigentlich machst, wie Du mit Dir und der Welt umgehst und welche Wörter Du Dir selbst ständig im Kopf sagst (Selbstbewusstsein).

Und dann überlege Dir, ob Du das wirklich so willst (Selbstreflektion) und ob Du das nicht ändern kannst (Selbstbestimmung).

Mach es Dir nochmal klar: Nicht die Welt ist schuld an irgendwas. Du allein kannst entscheiden, wie Du denken und leben willst.

Konkrete Übung: Beobachte Dich selbst. Den ganzen Tag. Und dann schreibe abends auf, was Du so den ganzen Tag denkst und was Du gerne ändern würdest.

Wenn Du mehr darüber lesen möchtest, schau hier nach: Raus aus der Opferrolle

5. Du hast keine Ziele und bist voller Sorgen

Unglückliche Menschen schauen in die Zukunft und betrachten diese sorgenvoll und negativ.

Sie wissen nicht so genau, was sie mit ihrem Leben noch anfangen sollen und haben keine Ziele.

Die Gedanken drehen sich oft darum, was alles schief gehen kann oder falsch laufen wird.

Sie sind ständig mit ängstlichen und sorgenvollen Gedanken beschäftigt, die ihnen das Leben sehr schwer machen.

Da wird dann darüber nachgedacht, was passiert, wenn sie den Job verlieren. Oder krank werden.

Wenn das Geld nicht reicht. Oder der Partner sie verlässt. Oder, oder, oder.

Ihnen fällt immer etwas ein, was Schlimmes passieren kann!

LÖSUNG: Wenn Du Dich auf die Zukunft freust, wird es sehr schwer, zeitgleich Angst davor zu haben.

Deswegen gib Deinem Leben einen Sinn und tue Dinge, die Dir Spaß machen.

Die Lieblingsausrede vieler an dieser Stelle: „Aber ich weiß nicht, was ich will.“

Genau.

Und das ist ein guter Grund, einfach stehen zu bleiben und nichts zu tun. Als ob jemand anderes daran schuld wäre (gehe bitte zurück zu Punkt 4).

Im Ernst: Wenn Du nicht weißt, was Du willst, dann ist Deine Aufgabe, herauszufinden, was Du willst.

So einfach ist das.

„Ja, das ist aber so anstrengend.“

Keiner hat gesagt, dass es leicht ist und schnell geht.

Aber es lohnt sich!

Konkrete Übung: Mach sofort etwas Neues, was Dir Spaß machen könnte. Und mit sofort meine ich sofort.

Beispiel: Ich hatte letztens voll Lust auf Brettspiele spielen. Also hab ich sofort nach Brettspielgruppen in meiner Nähe gegoogelt und – schwupp – zwei Tage später saß ich umringt von anderen Begeisterten beim Spielen.

Was kannst Du SOFORT tun, um in Bewegung zu kommen?

Mehr zum Thema Ziele setzen gibt’s hier: 42 Fragen, die Dein Leben verändern

6. Weil Du Dir selbst aus dem Weg gehst

Du bist unglücklich, weil Du Dir nicht zuhörst.

Das ist auch kein Wunder, das könnte nämlich weh tun.

Dann doch lieber fernsehen (sorry, der größte Dreck unserer Zivilisation) oder shoppen oder lästern oder Kaffee trinken.

Hauptsache keine fünf Minuten mit Dir alleine. Da könnten ja schlimme Gedanken kommen.

Ja. Und diese Gedanken werden so lange kommen und immer lauter werden, bis Du ihnen zuhörst.

Durch ignorieren gehen sie nicht weg.

Dein „Du selbst“ möchte Dir etwas sagen. Und wenn Du ihm/ihr aufmerksam zuhörst, dann liegt das mit dem Glücklichsein gar nicht so weit weg.

Du nimmst Dir nie Zeit für Dich selbst?

LÖSUNG: Hier empfehle ich Dir Ruhe und einen liebevollen Umgang mit Dir selbst (egal, welche Gedanken da kommen mögen).

Lerne, Dir selbst zuzuhören, Dir Deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse anzuschauen und zu erfüllen.

Natürlich macht es unglücklich, wenn man nicht das tut, was man gerne tut.

Lerne Dich selbst besser kennen und lass diese ganzen Ablenkungen sein.

Es ist OK mal einen Film zu schauen, aber es kann einfach nicht gesund sein, nach dem Aufstehen als erstes den Fernseher einzuschalten.

Die Mischung macht es!

Konkrete Übung: Meditiere. Jeden Tag.

Du weißt nicht, wie das geht?

Wieder ein Grund, warum Du unglücklich bist. Stichwort: Selbstbestimmung (da war doch was).

Das gilt für alles im Leben: Werde selbst aktiv und erwarte nicht, dass das andere für Dich machen!

So wirst Du glücklich

Ich glaube jetzt hatten wir genug vom Unglücklichsein.

Glücklich seinDu darfst auch glücklich sein. Was genau uns Menschen glücklich macht, darüber habe ich bereits einen ausführlichen Artikel geschrieben: Was macht glücklich?

Was übrigens glücklich macht: Teilen! Und zwar diesen Artikel bei Facebook (geht gleich hier ein kleines Stück weiter unten) 🙂

Da freue ich mich besonders.

Wenn Du noch mehr willst: In meinem kostenlosen E-Mail-Kurs gibt’s tägliche Inspiration von mir für ein glücklicheres Leben: Einfach hier weiter unten eintragen.

Viele Menschen, die unglücklich sind, suchen nach dem Ursprung dafür. Vielleicht in ihrer Vergangenheit oder ihrer Gegenwart.

Irgendwo muss das Unglück schließlich herkommen.

Doch manchmal liegen die Gründe des Unglücks doch ganz woanders. Vielleicht sind sie viel subtiler und gar nicht so komplex.

Ich habe hier die wichtigsten Gründe für ein unglückliches Leben zusammengestellt (und biete natürlich auch gleich eine Lösung dazu an). Vielleicht ertappst Du Dich beim Lesen doch öfter, als Dir lieb ist.

Am Ende des Artikels findest Du dann übrigens noch die 9 wichtigsten Punkte, die für ein glückliches Leben wichtig sind.

Was macht Menschen unglücklich?

Was genau macht Menschen unglücklich?

Welche Geisteshaltung ist dafür verantwortlich?

Welche Angewohnheiten verstärken das Unglück?

Oder ist doch alles nur Zufall?

Hier 6 Gründe, warum Du unglücklich bist:

1. Du grübelst zu viel!

Wie ich eingangs des Artikels bereits beschrieben habe, suchen viele Grübler nach dem Ursprung ihres Unglücks.

Sie überlegen, was wohl in ihrer Erziehung oder Kindheit falsch gelaufen ist oder was ihre Eltern nicht richtig gemacht haben.

Sie suchen Ereignisse in ihrer Vergangenheit, die vielleicht den Grund für ihr Unglücklichsein darstellen.

Oder sie schauen sich ihr Leben an und suchen nach allem, was falsch läuft. Sie suchen und suchen und suchen, in der Hoffnung, der Lösung auf die Schliche zu kommen.

Doch was tun sie wirklich?

Während sie nach dem Ursprung suchen, finden sie zugleich die Bestätigung für ihr Unglück.

Glücklich werden sie damit nicht.

Denn sie sind in einer Falle gelandet. Denn das Grübeln über die Gründe des Unglücks macht unglücklich!

Äh, was bitte?

Ja, Du hast richtig gelesen. Das Problemlösen ist Teil des Problems.

Das Nachdenken führt Dich in tieferes Nachdenken führt Dich in tieferes Nachdenken usw.

Es wird nicht so laufen, dass Du durch das Grübeln von einer auf die andere Sekunde den einen wahren Grund für Dein Unglück findest und plötzlich ist alles gut und Du hörst von alleine auf nachzudenken und bist glücklich.

Was ist nun also die Lösung?

LÖSUNG: Wenn Du zu viel grübelst, dann hör auf zu viel zu grübeln.

Leicht gesagt, ich weiß.

Wie Du das in der Realität anstellst?

LiebeskummerZum Grübeln tendieren verkopfte Menschen.

Und was haben verkopfte Menschen nicht?

Zugang zu ihrem Körper und ihren Gefühlen. Und das ist auch wieder ein Grund, warum sie unglücklich sind.

Die Lösung liegt aber genau darin: Im Nichtdenken und im Fühlen. Im Körperbewusstsein und in der Hingabe.

Klingt abgedroschen?

Ist es ganz und gar nicht. Wenn Dein Verstand Dir jetzt tausend Gründe nennt, dass das nicht die Lösung sein kann, dann ist genau das die Lösung. Denn Dein Verstand hat da keine Lust drauf. Der will lieber weiter grübeln.

Konkrete Übung: Mach alles, was Dich aus dem Kopf raus und rein in Deinen Körper bringt (Yoga, Meditation, Sauna, etc.).

Auch interessant an dieser Stelle: Warum Du negative Gedanken hast – und wie Du sie los wirst!

2. Du vergleichst Dich mit anderen und suchst nach Bestätigung

Diese zwei Punkte liegen nah beieinander.

Das „mit anderen vergleichen“ passiert oft schneller, als Dir lieb ist.

Da wird zu Hause noch getönt, dass einem egal ist, wie viel der beste Freund verdient. Kaum in dessen neuer, großer, schöner Wohnung angekommen, geht es innerlich doch rauf und runter und ob man will oder nicht: etwas Neid entsteht.

Das geht nicht jedem so! Aber vor allem findet man dieses Muster bei unglücklichen Menschen.

Oder bei der Arbeit: Da wird schnell geschaut, was der Kollege verdient und welches Auto er fährt.

Sich mit anderen zu vergleichen, kann auf gewisser Ebene Ehrgeiz wecken (Wettkämpfe), darf aber nicht zu weit getrieben werden. Sonst macht’s eben unglücklich. Und Neid ist auch kein schönes Gefühl und entzweit.

Und das Suchen nach der Bestätigung anderer führt sicherlich auch nicht zum Glück. Das ist wie der Esel, der den ganzen Tag der Karotte am Seil hinterherläuft…

…und sie niemals bekommen wird.

Klar, mal ein „gut gemacht“ hier oder ein „weiter so“ da, tut schon gut. Aber danach geht die Sache von Vorne los.

Da hat man dann die Bestätigung bekommen, fühlt sich ein paar Minuten toll, aber dann will man mehr.

Das Unbewusste schreit: „Gib mir noch mehr Bestätigung. Sag mir, wie toll ich bin und wie gut ich das gemacht habe. Immer und immer wieder!“

Da ist so leicht kein Entkommen raus.

Aber auch hier gibt es Lösungen!

LÖSUNG: Wenn Du Dich mit anderen vergleichst und nach der Bestätigung anderer gierst, dann schlägt das in dieselbe Kerbe.

Und die Lösung dazu heißt Selbstliebe!

Wieder so ein kitschiges Wort.

Aber so ist es nun mal.

Du kannst jetzt sagen: Nee, da hab ich kein Bock drauf…

…oder Du akzeptierst es und tust alles dafür, Dich selbst zu lieben, Dir selbst die Anerkennung und Bestätigung zu geben, die Du brauchst und Dich an Deinen eigenen Maßstäben zu messen.

Dann verschwinden die Vergleiche mit anderen und die Suche nach Bestätigung von ganz allein.

Übe Dich in Selbstliebe! Das ist das Schönste und Beste, was Du tun kannst.

Konkrete Übung: Nimm Dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit, ruhe Dich aus, atme durch, fühle in Dich hinein und liebe Dich selbst. Einfach alles andere vergessen und Dich voll und ganz auf Dich selbst konzentrieren.

Und dann rede Dir selbst gut zu. Sei gut zu Dir selbst.

Wenn Du einen Fehler machst: Finde tröstende Worte.

Wenn etwas nicht so klappt, wie Du gerne hättest: Akzeptiere es und beruhige Dich selbst.

Usw.

Wenn Dir noch mehr egal sein soll, was andere über Dich denken, lies hier nach: So wird Dir egal, was andere denken – eine Anleitung in 5 einfachen Schritten

3. Du musst alles kontrollieren und es muss perfekt sein

Wenn Du unglücklich sein willst, ist dies ein Garant dafür: Immer alles kontrollieren zu wollen und perfektionistisch zu sein, hilft Dir auf jeden Fall dabei, unglücklich zu sein.

SorgenDenn dann hast Du ständigen Stress. Du kommst niemals zur Ruhe und suchst immer weiter nach Dingen, die noch verbessert oder organisiert werden müssen.

Denn wenn Du es nicht machst, macht’s ja auch kein anderer. Ist ja klar.

Wie sehr Du Dich damit kaputt machst, das spielt zunächst keine Rolle.

Aber dann darfst Du Dich auch nicht fragen, warum Du unglücklich bist.

LÖSUNG: Wenn Du immer alles kontrollieren musst, dann lerne, loszulassen.

Und wie geht das jetzt schon wieder?

Ein bisschen wie in Übung Nummer 1 (das mit dem Körper und dem Fühlen) und dann noch einer weiteren Sache: Vertrauen.

Ich weiß nicht, ob Du weißt, was das ist, aber wenn Du es hast, dann hörst Du auf, zu kontrollieren und überall Deine Finger im Spiel haben zu müssen.

Wie bekommst Du nun Selbstvertrauen?

Ich behaupte mal, darüber habe ich auf dieser Homepage bereits genug geschrieben. Ein paar Übungen (nur 30) dazu findest Du hier: Übungen für mehr Selbstvertrauen

Und wie ist das mit dem Perfektionismus?

Der verschwindet automatisch mit steigendem Vertrauen.

Und Du kannst noch etwas tun!

Konkrete Übung: Mache absichtlich Fehler!

Natürlich solltest Du es jetzt nicht übertreiben und mit verbundenen Augen über eine Rote Ampel fahren. Aber ein paar kleine Fehler sind erlaubt.

Wenn Du beispielsweise einen Ordnungsfimmel hast, dann lass zu Hause einfach mal für zwei Tage Wäsche auf dem Boden rumliegen.

Je nachdem, was Dich stört, da fängst Du an. Mache bewusst etwas, was in Dir Unbehagen auslöst und beweise Dir damit selbst, dass nichts Schlimmes passieren wird, wenn Du es trotzdem tust.

Mehr zum Thema Perfektionismus findest Du hier: 5 wirkungsvolle Techniken, um Perfektionismus abzulegen

4. Du bist zu negativ, suchst die Schuld woanders, begibst Dich in die Opferrolle und hast ein Ohnmachtsgefühl

What?

Das war jetzt ein bisschen viel auf einmal.

Denkst Du vielleicht.

Also, eins nach dem anderen:

– negative Gedanken

– die Schuld abgeben

– Dich in die Opferrolle bringen

– ein Ohnmachtsgefühl haben

Warum kommen diese vier Punkte zusammen?

Weil sie alle zusammen spielen.

Ein Mensch, der diese Eigenschaften erfüllt, könnte folgende Gedankengänge haben:

„Oh, schon wieder Montag. Habe ich kein Bock auf die Arbeit. Und meine Kollegen nerven mich auch ganz schön.

Und dass die Renate jetzt im Dschungelcamp gewonnen hat, versteh ich auch nicht. Der Bernd hatte es viel mehr verdient.

Ich finde auch wieder keinen Parkplatz. Die blöde Kuh aus der Personalabteilung schnappt ihn mir bestimmt wieder weg. Genauso wie letzte Woche.

Und mein Job ist auch so anstrengend. Die Kunden nerven mich so. Immer dasselbe. Da müsste mein Chef eigentlich mal was machen.

Aber ich kann da nichts tun. Was anderes kriege ich ja nicht. Das ist aber auch ungerecht.

Und die Reichen da oben und die Politiker machen sich ein schönes Leben. Das ist echt das Letzte…“

Ufff!

DepressionFinde den Fehler! Und die negativen Gedanken. Und die Opferhaltung. Und die Schuldzuweisung. Und die Machtlosigkeit…

Und dann schau mal, wie oft Dir das passiert!

Das ist ein Grund, warum Du unglücklich bist! Und da kann auch Dein Chef nichts für, nicht die Politiker, nicht die Kunden und nicht Renate aus dem Dschungelcamp.

Das bist allein Du!

Deswegen gibt’s hier auch gleich die Lösung.

LÖSUNG: Hier geht’s ganz klar um Selbstbewusstsein.

Um genauer zu werden: Um Selbstreflektion, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung.

Erkenne, was Du da eigentlich machst, wie Du mit Dir und der Welt umgehst und welche Wörter Du Dir selbst ständig im Kopf sagst (Selbstbewusstsein).

Und dann überlege Dir, ob Du das wirklich so willst (Selbstreflektion) und ob Du das nicht ändern kannst (Selbstbestimmung).

Mach es Dir nochmal klar: Nicht die Welt ist schuld an irgendwas. Du allein kannst entscheiden, wie Du denken und leben willst.

Konkrete Übung: Beobachte Dich selbst. Den ganzen Tag. Und dann schreibe abends auf, was Du so den ganzen Tag denkst und was Du gerne ändern würdest.

Wenn Du mehr darüber lesen möchtest, schau hier nach: Raus aus der Opferrolle

5. Du hast keine Ziele und bist voller Sorgen

Unglückliche Menschen schauen in die Zukunft und betrachten diese sorgenvoll und negativ.

Sie wissen nicht so genau, was sie mit ihrem Leben noch anfangen sollen und haben keine Ziele.

Die Gedanken drehen sich oft darum, was alles schief gehen kann oder falsch laufen wird.

Sie sind ständig mit ängstlichen und sorgenvollen Gedanken beschäftigt, die ihnen das Leben sehr schwer machen.

Da wird dann darüber nachgedacht, was passiert, wenn sie den Job verlieren. Oder krank werden.

Wenn das Geld nicht reicht. Oder der Partner sie verlässt. Oder, oder, oder.

Ihnen fällt immer etwas ein, was Schlimmes passieren kann!

LÖSUNG: Wenn Du Dich auf die Zukunft freust, wird es sehr schwer, zeitgleich Angst davor zu haben.

Deswegen gib Deinem Leben einen Sinn und tue Dinge, die Dir Spaß machen.

Die Lieblingsausrede vieler an dieser Stelle: „Aber ich weiß nicht, was ich will.“

Genau.

Und das ist ein guter Grund, einfach stehen zu bleiben und nichts zu tun. Als ob jemand anderes daran schuld wäre (gehe bitte zurück zu Punkt 4).

Im Ernst: Wenn Du nicht weißt, was Du willst, dann ist Deine Aufgabe, herauszufinden, was Du willst.

So einfach ist das.

„Ja, das ist aber so anstrengend.“

Keiner hat gesagt, dass es leicht ist und schnell geht.

Aber es lohnt sich!

Konkrete Übung: Mach sofort etwas Neues, was Dir Spaß machen könnte. Und mit sofort meine ich sofort.

Beispiel: Ich hatte letztens voll Lust auf Brettspiele spielen. Also hab ich sofort nach Brettspielgruppen in meiner Nähe gegoogelt und – schwupp – zwei Tage später saß ich umringt von anderen Begeisterten beim Spielen.

Was kannst Du SOFORT tun, um in Bewegung zu kommen?

Mehr zum Thema Ziele setzen gibt’s hier: 42 Fragen, die Dein Leben verändern

6. Weil Du Dir selbst aus dem Weg gehst

Du bist unglücklich, weil Du Dir nicht zuhörst.

Das ist auch kein Wunder, das könnte nämlich weh tun.

Dann doch lieber fernsehen (sorry, der größte Dreck unserer Zivilisation) oder shoppen oder lästern oder Kaffee trinken.

Hauptsache keine fünf Minuten mit Dir alleine. Da könnten ja schlimme Gedanken kommen.

Ja. Und diese Gedanken werden so lange kommen und immer lauter werden, bis Du ihnen zuhörst.

Durch ignorieren gehen sie nicht weg.

Dein „Du selbst“ möchte Dir etwas sagen. Und wenn Du ihm/ihr aufmerksam zuhörst, dann liegt das mit dem Glücklichsein gar nicht so weit weg.

Du nimmst Dir nie Zeit für Dich selbst?

LÖSUNG: Hier empfehle ich Dir Ruhe und einen liebevollen Umgang mit Dir selbst (egal, welche Gedanken da kommen mögen).

Lerne, Dir selbst zuzuhören, Dir Deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse anzuschauen und zu erfüllen.

Natürlich macht es unglücklich, wenn man nicht das tut, was man gerne tut.

Lerne Dich selbst besser kennen und lass diese ganzen Ablenkungen sein.

Es ist OK mal einen Film zu schauen, aber es kann einfach nicht gesund sein, nach dem Aufstehen als erstes den Fernseher einzuschalten.

Die Mischung macht es!

Konkrete Übung: Meditiere. Jeden Tag.

Du weißt nicht, wie das geht?

Wieder ein Grund, warum Du unglücklich bist. Stichwort: Selbstbestimmung (da war doch was).

Das gilt für alles im Leben: Werde selbst aktiv und erwarte nicht, dass das andere für Dich machen!

So wirst Du glücklich

Ich glaube jetzt hatten wir genug vom Unglücklichsein.

Glücklich seinDu darfst auch glücklich sein. Was genau uns Menschen glücklich macht, darüber habe ich bereits einen ausführlichen Artikel geschrieben: Was macht glücklich?

Was übrigens glücklich macht: Teilen! Und zwar diesen Artikel bei Facebook (geht gleich hier ein kleines Stück weiter unten) 🙂

Da freue ich mich besonders.

Wenn Du noch mehr willst: In meinem kostenlosen E-Mail-Kurs gibt’s tägliche Inspiration von mir für ein glücklicheres Leben: Einfach hier weiter unten eintragen.

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