sich annehmen

Sich annehmen – Warum das wichtiger ist, als alles andere

Wie oft höre ich das (von anderen genauso wie von mir selbst):

„Ich hätte so gerne keine Angst mehr.“

„Wenn ich doch mehr Geld verdienen würde.“

„Wenn ich mich doch mehr trauen würde…“

„Ich sollte ein besserer Chef sein.“

„Ich wäre gerne offener in meiner Beziehung.“

„Ach, wäre ich doch etwas fleißiger und nicht so faul.“

Usw.

Worum geht’s da immer?

Um einen gewünschten Zustand. Ein Zustand, der noch nicht da ist!

Und was machen die Menschen leider viel zu oft?

Sie befinden sich in dem unerwünschten Zustand (Angst, wenig Geld, schlechter Chef, verschlossen…) und verurteilen sich dafür.

Das macht die Sache nur noch schlimmer!

Ist doch klar:

Ich sitze am Tisch mit mehreren Menschen. Mir geht es nicht gut. Ich fühle mich in der Runde nicht wohl und habe Angst. Meine Gedanken drehen sich immer schneller und ich weiß weder ein noch aus.

Gedanken wie:

„was könnte ich denn jetzt sagen…“

„was wohl die anderen über mich denken…“

„ich sollte auch etwas Kluges zu der Situation beitragen…“

„oh man, fühle ich mich unwohl. Warum kann ich nicht einfach gut drauf sein?“

schießen mir durch den Kopf.

Und was passiert dann?

Ich mache mir selbst Druck und dadurch wird alles nur noch schlimmer.

Ich wäre in dieser Situation gerne anders. Ich wäre gerne jemand anderes. Auf jeden Fall nicht derjenige, der ich gerade bin.

Sich annehmen – Warum ist das so wichtig?

Na das liegt ja auf der Hand.

Wenn Du Dich selbst nicht annimmst, so wie Du gerade eben bist, dann macht es die Sache nur noch schlimmer.

Wenn Du es aber lernst, Dich so anzunehmen, wie Du bist, dann geht es Dir besser.

Ich weiß, dass das sehr ungewohnt sein kann, aber mit etwas Übung wird es Dich genau dorthin führen, wo Du hin willst.

Du lernst dadurch, Deine Ängste loszulassen.

Deine Ziele zu verfolgen.

Ein besserer Chef zu sein.

Deine Beziehung offener zu gestalten.

Sich annehmen – Was passiert, wenn man das nicht tut?

Stell Dir vor, Deine Gefühle wären ein kleines Kind.

Und jedes Mal, wenn es Angst hat, schreit es.

Erst schreit es ganz leise. Und Du ignorierst es. Du willst es nicht haben.

Dann schreit es lauter.

Und je lauter es schreit, desto mehr drückst Du es von Dir weg.

Und es schreit noch lauter.

Du siehst, wohin das führt.

Es wird schlimmer, nicht besser!

Sich annehmen – So kannst Du es lernen!

Um sich selbst anzunehmen, braucht man eigentlich nur eine einzige Sache tun:

Annehmen was ist: Mache Dich, Deine Gefühle und alles, was zu Dir gehört wichtiger, als alles andere auf der Welt!

Wir laufen durch die Welt und denken ganz oft darüber nach, uns unseren Mitmenschen gegenüber korrekt zu verhalten. Angepasst zu sein und dazu zu passen.

Dadurch kann es aber eben zu diesem Chaos kommen: Wenn der Kopf anders will, als das schreiende Kind.

Der Kopf sagt:

„Ich muss mich jetzt zusammenreißen.“

„Ich muss jetzt seriös sein.“

„Die anderen dürfen nicht mitkriegen, dass ich Angst habe.“

etc.

Aber das, was Du in diesem Moment wirklich willst, ist etwas anderes. Deine Emotionen zeigen Dir, dass Du etwas anderes willst.

Um Dich anzunehmen: Mache Dich wichtiger!

Erlaube Dir, Angst zu haben, wenig Geld zu besitzen, kein perfekter Chef zu sein, traurig zu sein, verschlossen zu sein, usw.

Jedes Mal, wenn dieses unangenehme Gefühl kommt, dann mache dieses Gefühl wichtiger, als die Menschen um Dich herum!

Du bist wichtiger, als die anderen!

Deine Bedürfnisse sind wichtiger, als die anderen!

Erlaube Dir, Dich schlecht zu fühlen. Denn dann kannst Du es erst ändern.

Erst, wenn Du dem schreienden Kind Aufmerksamkeit gibst, nimmst Du Dich an. Es ist einfach ein Teil von Dir. Und wenn Du auch nur einen kleinen Teil von Dir selbst ablehnst, wie willst Du dann zufrieden mit Dir sein?

Und irgendwann, mit etwas Übung, wirst Du automatisch erkennen, wie es ist, wenn Deine Gefühle wichtiger geworden sind, als Deine Mitmenschen.

Und genau dadurch wirst Du zufriedener und kannst genau das erreichen, was Dein Kopf will.

Erst sich selbst annehmen und dann ändern!

Und das geht durch: üben, üben, üben

 

Bildquelle: “Image courtesy “Teens Dancing In Night Club” by photostock / FreeDigitalPhotos.net”

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