Selbstbehauptung

Selbstbehauptung lernen mit diesen vier essentiellen Techniken

Sich selbst behaupten zu können macht einem das Leben leichter. Und da ist es primär egal, in welchem Zusammenhang. Sei es bei der Arbeit, unter Freunden, in der Beziehung oder bei ungewünschten Übergriffen: Selbstbehauptung trägt zu einem starken Selbstvertrauen bei.

Lies weiter, um zu erfahren, wie Du lernen kannst, Dich selbst besser zu behaupten.


Inhalt des Artikels:

Warum Selbstbehauptung
Ursachen von mangelnder Selbstbehauptung
1. Mangelndes Selbstwertgefühl
2. Harmoniebedürfnis
3. Angst vor Zurückweisung
So lernst Du, Dich durchzusetzen
1. Nimm’s nicht persönlich
2. Wisse, was Du willst
3. Schau Dir Deine Gefühle genau an
4. Gehe in kleinen Schritten vorwärts


Warum Selbstbehauptung

Der Chef oder Kollege fragt einen, ob man noch eine Aufgabe übernehmen könnte. Und man sagt schon wieder nicht nein.

Der Freund oder die Freundin hat sich bei der Abendplanung schon wieder durchgesetzt.

StressIm Freundeskreis bestimmen immer die anderen, was gemacht wird.

Und man ist schon wieder Opfer des schlechten Witzes in der Clique geworden.

Wer sich nicht selbst behauptet, ist solchen Situationen ständig ausgesetzt.

Ich sehe das so: Das Leben ist ein großer Spiegel und es zeigt uns immer und immer wieder, wo unsere Defizite liegen bzw. an welcher Stelle wir etwas dazulernen dürfen.

Und zwar so lange, bis wir uns oder unser Verhalten verändert haben.

Und bei der Selbstbehauptung ist es genauso:

Wenn Du nicht „nein“ sagen kannst. Wenn Du immer das Ziel von Witzen im Freundeskreis wirst. Oder wenn Du den Kampf um die Fernbedienung jedes Mal verlierst. Dann darfst Du lernen, Dein Verhalten zu ändern.

Auch wenn das Leben ungerecht wirkt, zeigt es Dir nur: „Hey, Du wirst so lange von anderen ausgenutzt, bis Du selbst sagst, dass es reicht.“

An dieser Stelle die gute Nachricht: Selbstbehauptung kann man lernen.

Ursachen von mangelnder Selbstbehauptung

Doch woran liegt es, wenn Menschen sich schlecht durchsetzen können?

1. Mangelndes Selbstwertgefühl

Ist erster Linie lässt eine schlechte Durchsetzungskraft auf ein mangelndes Selbstwertgefühl und ein niedriges Selbstvertrauen schließen.

Denn wenn Du Dir selbst keinen hohen Wert gibst, strahlst Du das nach außen aus und Dein Gegenüber spürt zumindest unbewusst sofort, dass bei Dir kein Widerstand zu erwarten ist.

Dadurch wirst Du viel leichter „Opfer“ von Angriffen jeglicher Art.

2. Harmoniebedürfnis

Und mit diesem mangelnden Selbstwertgefühl geht im Normalfall der Wunsch nach Harmonie und somit eine starke Konfliktvermeidung einher.

Die Gefühle und Gedanken, die durch einen Konflikt entstehen können, werden nämlich als so unangenehm empfunden, dass sie versucht werden so gut es geht zu vermeiden.

3. Angst vor Zurückweisung

Dazu gehört auch die Angst vor einer Zurückweisung. Menschen, die sich selbst behaupten können, haben diese nicht oder in bedeutend geringerem Ausmaß.

Und bei Menschen, die Schwierigkeiten damit haben, sich durchzusetzen, ist diese Angst sehr ausgeprägt, so dass sie (unbewusst) alles dafür tun, nicht zurückgewiesen zu werden.

So lernst Du, Dich durchzusetzen

1. Nimm’s nicht persönlich

Wenn Du Selbstbehauptung lernen möchtest, dann mache Dir bewusst, dass Du nicht alles auf Dich persönlich beziehen darfst.

DurchsetzungsvermögenWenn Dich Dein Chef darum bittet, eine zusätzliche Aufgabe zu übernehmen, dann tut er das, weil er die Aufgabe loswerden will und nicht, um Dich persönlich auszunutzen.

Verstehe hier den Unterschied. Wenn Du alles persönlich nimmst und denkst, die Welt tut nur Dinge, um Dich zu ärgern, Dir zu schaden oder Dich auszunutzen, bist Du arrogant und selbstbezogen.

Wenn Du lernen willst, Dich durchzusetzen und nein sagen zu können, dann lenke Deinen Fokus um. Immer wenn Du Ziel eines Angriffs bist oder das Gefühl hast, ausgenutzt zu werden, stell Dir immer die Frage:

„Was will mein Gegenüber für sich selbst erreichen?“

Und wenn Du Dir diese Frage gründlich beantwortest, wirst Du feststellen, dass es Deinem Gegenüber niemals darum geht, Dir zu schaden, sondern alleine darum, seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Dein Gegenüber will, dass die Aufgaben fertig sind, damit er seinen Job gut macht. Er macht einen Witz, bei Du Opfer bist, nicht, um Dir zu schaden, sondern um sich selbst ins Rampenlicht zu stellen. Er bestimmt das Abendprogramm nicht, damit Deines nicht gemacht wird, sondern weil er einfach Lust auf seines hat.

Siehst Du den Unterschied?

Nimm die Dinge nicht persönlich, sondern frage Dich immer, warum Dein Gegenüber tut, was er tut! Du wirst merken, dass das mit Dir nicht das Geringste zu tun hat!

2. Wisse, was Du willst

Wenn Du Dich durchsetzen willst, dann wisse, was Du willst!

Das bedeutet konkret: Wenn Du ein Meeting hast, bereite Dich vor und mache Dir vorher ganz genau klar, was Dein Ziel ist.

Überlege Dir aber vor allem auch prinzipiell, was Du im Leben willst. Je mehr Du Dich mit Zielsetzung beschäftigst, Dir Deine eigenen Ziele setzt und diese verwirklichst, desto stärker wird Dein Selbstvertrauen und es fällt Dir ganz automatisch leichter, Dich selbst zu behaupten.

Denn wer nicht weiß, was er will, wird viel leichter von anderen manipuliert und beeinflusst.

Wer keine eigene Meinung hat, nimmt leichter die Meinung von anderen an.

Beschäftige Dich aktiv mit Deinen Zielen.

3. Schau Dir Deine Gefühle genau an

Verstehe Deine Gefühle und was Dich bisher davon abgehalten hat, Dich durchzusetzen. Wie geht es Dir, wenn Du darüber nachdenkst, das nächste Mal nein zu sagen, wenn Dich jemand um etwas bittet?

EntspannungFür jemanden, der immer ja sagt, ist das ziemlich ungewohnt und ein ungewohntes Gefühl kann entstehen.

Wenn Du in einen verbalen Konflikt mit jemandem geraten bist, dann beobachte danach ganz genau Deine Gefühle. Was geschieht in Dir?

Das gibt Dir Aufschluss darüber, warum Du bisher immer klein beigegeben hast. Dein Harmoniebedürfnis und Deine Angst vor Zurückweisung kommen dadurch zum Vorschein und Du kannst sie gezielter angehen.

Mache Dir auch bewusst, dass es bei Selbstbehauptung nicht um einen Kampf geht. Es geht nicht darum gegen jemanden zu kämpfen und zu gewinnen. Sondern es geht nur darum, dass Du lernst, Deine wirklichen Bedürfnisse zu äußern und zu vertreten.

Wenn Du Dir klar darüber bist, was Du willst und das klar kommunizierst, dann hat das nichts mit Gewinnen oder Verlieren zu tun, sondern einfach damit, dass Du nur das tust, was Du auch tun willst.

4. Gehe in kleinen Schritten vorwärts

Wenn es Dir schwer fällt, Dich selbst zu behaupten, dann gehe in kleinen Schritten vorwärts, um Dich durchzusetzen.

Du musst nicht gleich mit dem Kopf durch die Wand.

Viele Menschen tendieren dazu, extreme Verhaltensweisen in eine Richtung, mit dem Beschluss diese zu ändern, in die andere Richtung zu übertreiben.

Nimm den Ex-Raucher der alle Raucher hasst. Das ist kein ausgeglichenes Verhalten. Gesünder wäre ein Mittelmaß, bei dem ihm Rauchen einfach nur total egal geworden ist.

Wenn Du mehr Selbstbehauptung willst, fang in kleinen Schritten an. Mach Dir klar, was Du willst, kommuniziere das und gleiche das immer und immer wieder an.

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2 comments

  1. Gut umsetzbare Tipps. Selbstbehauptung ist ein großes Thema und zu jedem deiner einzelnen Punkte könnte man sicherlich einen ganzen Workshop erstellen. Umso besser, dass du die Dinge in deinen Artikeln immer schön auf den Punkt bringst.

    Dein Blog blüht und gedeiht so schön. Lese immer wieder gerne hier. Oft möchte ich auch kommentieren, dann schiebe ich es jedoch auf. Naja, aufschieben halt. Hahaha…

    Gruß, Michel

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