So baust Du Momentum auf

Es ist 7:30 Uhr. Ich brauche keinen Wecker, um aufzustehen, sondern werde einfach wach. Ich setze mich auf mein Meditationskissen und meditiere für 10 Minuten. Danach gehe ich an meinem Schreibtisch und schalte meinen Computer an.

Zunächst checke ich ein paar Daten und meine Mails und starte langsam in den Tag. Ich nehme mein Notizbuch und mache einen Plan für den Tag. Nachdem der Kaffee durchgelaufen ist, öffne ich mein Schreibprogramm und verfasse meinen Newsletter.

Danach setze ich in ihn ins Archiv und schaue mir andere Blogs an. Ab und an hinterlasse ich einen Kommentar.

Ich arbeite dann weiter die Aufgaben des Tages ab, verfasse vielleicht einen Blogartikel, drehe ein Video, beantworte eMails oder bereite mich auf das nächste Seminar vor. Je nachdem, was anliegt.

Nach und nach hake ich die einzelnen Aufgaben auf dem Tagesplan ab. Am Ende des Tages bin ich (meistens) sehr zufrieden mit dem, was ich geschafft habe.

Was ist Momentum?

Momentum kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Bewegung.

Es geht darum, einen Zustand zu erreichen, in dem Du im Fluss bist. In dem Du in Bewegung bleibst und so Schritt für Schritt Erfolge erzielst.

Momentum ist essentiell, um etwas zu erreichen.

Denn Momentum hilft über die Durststrecken hinweg. Diese gibt es schließlich immer wieder.

Phasen, in denen (von alleine) nicht viel passiert. Und in denen die Motivation gering ist.

Das kennst Du vielleicht von Deinen Projekten. Wenn Du mal einen Sport angefangen hast, und nach kurzer Zeit die „Luft wieder raus war“. Oder wenn Du eine Geschäftsidee hattest, aber nach dem ersten Misserfolg nicht weiter gemacht hast. Oder wenn Du eine Diät begonnen, aber nicht durchgezogen hast.

Diese Motivationslöcher sind ganz normal. Und deswegen gilt es, Momentum aufzubauen, um diese zu überbrücken.

So baust Du Momentum auf

1. Entwickel Routinen

Dieser Punkt ist wirklich wichtig. Routinen oder Gewohnheiten machen Dir das Leben leichter. Wenn Du etwas regelmäßig tust (und am besten immer zum selben Zeitpunkt), dann fällt Dir diese Aufgabe leichter.

Ich schreibe beispielsweise jeden Morgen einen Newsletter. Das ist die erste (ernsthafte) Aufgabe des Tages. Und da ich das schon seit Monaten mache, gibt’s auch keinen Zweifel, keine Gedanken, die mich davon abhalten, die mich aufschieben lassen.

Ich mache es einfach. Manchmal fällt es mir leichter und manchmal nicht. Aber das ist nebensächlich, denn ich mache es jeden Tag. Und jeden Tag zum selben Zeitpunkt (nicht nach der Uhr, sondern es ist das Erste, was ich mache, wenn ich am Schreibtisch sitze und loslege).

Früher hatte ich überhaupt keine Routinen. Und ich hatte auch eine Abneigung dagegen. Bloß nicht zum „Spießer“ werden und nur noch funktionieren.

Aber darum geht es nicht. Es sollte nicht das ganze Leben eine einzige große Routine sein, ohne Abwechslung und Leidenschaft. Aber ein paar Routinen sind sehr sinnvoll.

2. Bring neue Ideen ein

Um Momentum aufzubauen ist es auch hilfreich, wenn Du immer wieder etwas Neues mit einbringst. Wenn Du Abwechslung hast und neue Ideen verwirklichst. Das gibt Dir zusätzliche Motivation.

Überlege Dir: Was kannst Du noch machen?

Bei mir ist es z. B. ein neues Seminarkonzept oder ein neues Produkt. Oder der Kontakt zu neuen Menschen.

Es geht um die Abwechslung, um die Entwicklung, um Wachstum.

3. Setze Dir Ziele

Ziele, Ziele, Ziele. Darum geht es immer wieder. Und sie sind und bleiben einfach sinnvoll.

Ziele geben Dir Motivation, Klarheit und Fokus. Sie zeigen Dir den Weg und helfen Dir ungemein, Momentum aufzubauen. Denn durch Ziele hast Du etwas Größeres vor Dir und kannst somit Durststrecken viel leichter überstehen.

Dann gibt es kein: „Ich weiß nicht weiter…“

Sondern es gibt ein: „Ok, es läuft gerade nicht so, aber ich bleib dran…“

Und genau darum geht es im letzten Punkt:

4. Bleib dran

Um Momentum zu halten, tue auch aktiv etwas dafür. Bleib bei Deinen Routinen, Zielen, Plänen, Ideen und Tagesplänen dran. Ziehe die Aufgaben durch.

So bleibst Du im Fluss und überwindest schlechte Tage viel einfacher.

Wenn ich einen schlechten Tag habe, habe ich immer noch viel geschafft. Vielleicht nicht so viel, wie an Guten, aber die wichtigsten Aufgaben sind immer erledigt.

Denn: Ich habe Ziele, ich habe Ideen, ich bleibe dran, ich habe Momentum.

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Nils Terborg - 2. April 2014

Schöner Artikel. Ich habe letztens irgendwo gelesen (es war auch ein Blog…), dass Struktur nicht der Feind, sondern die Eintrittskarte zu Freiheit sei. Ich habe darüber viel nachgedacht und einiges angepasst. Mein Fazit: Absolut korrekt.

Schwierig finde ich es aber wirklich, den richtigen Grad zwischen zu viel und zu wenig Routine zu finden!

Reply
mail@stephanwiessler.de - 2. April 2014

Genau. Das zu viel und zu wenig. Das sollte jeder selbst herausfinden.

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