Mit sich selbst im Reinen sein – wie geht das?

Was bedeutet das: Mit sich selbst im Reinen sein?

Ich denke, jeder hat ein Gefühl dafür, was sich hinter dieser Redewendung verbirgt. Es hat etwas mit Reinigung und Klarheit zu tun. Als ob nichts mehr im Weg liegen würde.

Wie Du genau herausfindest, was es für Dich bedeutet und wie Du es erreichst, das erfährst Du in diesem Artikel.


Inhalt des Artikels:
Der ständige Kampf mit Dir selbst
Wie es ist, mit sich selbst im Reinen zu sein
Wie Du mit Dir ins Reine kommst
1. Begib Dich auf eine Reise
2. Lass die Ideale anderer los und suche Dir Deine eigenen (wenn überhaupt)
3. Schau Dir an, wie Du mit anderen umgehst (und mit Dir selbst)
4. Vergebe Dir (und anderen)
5. Sei dankbar und demütig
Zusammenfassung


Der ständige Kampf mit Dir selbst

Jeder, der nicht mit sich im Reinen ist, versteht wohl genau, was ich meine, wenn ich von Kampf mit sich selbst spreche.

Da geht es im eigenen Kopf ständig hin und her.

SelbstliebeImmer passt irgendwas nicht. Die Arme sind zu dick, die Nase zu krumm und der Job macht keinen Spaß. Das eigene Verhalten am Vorabend war blöd und einen Partner findet man sowieso nicht.

Irgendwie ist da ein dauernder Kampf mit sich selbst und man findet immer etwas, was nicht passt. Man ist eben nicht mit sich im Reinen.

Was genau passiert da?

Kurz gesagt: Die wahrgenommene Realität unterscheidet sich vom Ideal.

Die Arme sollten dünner sein, die Nase gerade und der Job Spaß machen. Das eigene Verhalten sollte immer so sein, dass man der King ist und man sollte sich den Partner vor lauter Möglichkeiten frei aussuchen können.

Das wäre dann das Ideal.

Um zu verstehen, wie Du den inneren Kampf beendest, ist es wichtig, dass Du erkennst, dass dieses Ideal nicht Dein Ideal ist.

Das Ideal, dass Du unbewusst mit Dir herumträgst (wahrscheinlich wird es obigem gar nicht so unähnlich sein), kommt nur bedingt von Dir selbst. In dieser unbewussten Suppe an idealen Zuständen haben sich viele Bilder aus der Werbung, Deinen Freunden und Deinen Eltern gemischt.

Es sind nicht Deine Ideale, sondern die Ideale, von denen Du meinst, dass sie erstrebenswert seien, weil es in der Gesellschaft so vorgegeben ist. Wenn Du da aber genauer forschst und Dich selbst besser kennen lernst, wirst Du feststellen, dass Vieles davon gar nicht von Dir kommt und Du es eigentlich auch gar nicht brauchst.

Und schon bist Du dem Ziel mit Dir ins Reine zu kommen schon einen Schritt weiter.

Wie es ist, mit sich selbst im Reinen zu sein

Doch wie fühlt sich das an, wenn man mit sich im Reinen ist? Wenn der Kampf zu Ende ist und man aufhört, sich selbst nur noch Vorwürfe zu machen.

Für die Meisten gehen damit wohl einher:

– Ein Gefühl von innerer Sicherheit

– Klarheit darüber, was man kann und was man will (und was nicht)

– Zu wissen, dass man sich auf sich selbst verlassen kann

– Das Gefühl, dass andere einem (psychisch) nicht schaden können

Aber wie geht das? Wie kann man genau diesen Zustand erreichen?

Wie Du mit Dir ins Reine kommst

1. Begib Dich auf eine Reise

Wenn Du mit Dir selbst ins Reine kommen willst, wenn Du Klarheit und innere Sicherheit erlangen möchtest, dann musst Du Dich auf eine Reise begeben.

Und zwar auf Deine ganz eigene Reise.

im Reinen seinDu musst die Erwartungen Deiner Eltern und der Gesellschaft hinter Dir lassen und für Dich selbst herausfinden, was Dir Spaß und Freude bereitet und Dich glücklich macht.

Wenn Du zu Hause sitzt und nur mit Deinem Verstand versuchst zu begreifen, wer Du bist und was Du willst, wirst Du nicht weit kommen. Denn Dein Verstand ist begrenzt. Er kennt nur, was er eben kennt.

Und vielleicht liegt das, was Du wirklich tun willst in Deinem Leben, ganz woanders. Irgendwo, wo Du noch nie warst. Verborgen hinter einer Erfahrung, die Du einfach noch nicht gemacht hast.

Gehe raus, probiere viele Sachen aus und bewege Dich ständig vorwärts.

Mit Dir ins Reine kommst Du nicht, wenn Du das tust, was Du schon immer getan hast. Und auch nicht, wenn Du alleine mit Deinem Verstand versuchst, den Kampf zu beenden.

Der Verstand denkt oft: „Erst wenn ich mit mir im Reinen bin, kann ich glücklich sein.“

Der Weg geht genau anders herum: Erst wenn Du herausfindest, was Dich glücklich macht, wirst Du mit Dir ins Reine kommen.

2. Lass die Ideale anderer los und suche Dir Deine eigenen (wenn überhaupt)

Auf dieser Reise wirst Du genau das finden: Deine eigenen Ideale.

Was ist für Dich wichtig?

Was willst Du?

Die Ideen, Gedanken, Erwartungen und Ideale anderer Menschen sind die Ideen, Gedanken, Erwartungen und Ideale anderer Menschen!

Es sind nicht Deine!

Halte Dich an Deine eigenen Werte.

Und vielleicht brauchst Du gar keine Ideale. Vielleicht suchst Du Dir Deine Ziele, lässt aber alle Ideale und Erwartungen los.

3. Schau Dir an, wie Du mit anderen umgehst (und mit Dir selbst)

Nutze diese Technik, um mehr über Dich selbst zu erfahren. Schau Dir mal genau an, wie Du mit anderen Menschen umgehst.

Liebe Dich selbstLästerst Du viel?

Beschuldigst Du viel?

Suchst Du bei anderen Menschen nach Fehlern?

Oder bist Du eher zuvorkommend und freundlich?

Geht Dir das Herz auf, wenn Du mit anderen Menschen sprichst?

Wie Du mit anderen Menschen umgehst und was Du an anderen Menschen verurteilst, sagt eine Menge über Dich selbst aus!

Denn oft ist das, was Du Fehlerhaftes an anderen Menschen findest, genau das, was Du an Dir selbst nicht magst.

Wie gehst Du mit anderen um?

Hinterfrage und reflektiere Dich selbst und beobachte Deine Gedanken, Deine Worte und Dein Verhalten. Dadurch lernst Du, was Du an Dir selbst nicht magst und kannst damit aufräumen.

4. Vergebe Dir (und anderen)

Vergebung schafft Reinheit. Wenn Du Dir selbst und anderen verzeihst, lässt Du Deinen Groll, Deine Wut und Deinen Hass los. Und damit lässt Du Deine schlechten Gefühle los und schaffst Platz für Reinheit und Klarheit.

Mache das am besten schriftlich. Schreibe einen Brief an alle Menschen, die Du bisher verurteilt hast (auch an Dich selbst) und verzeihe ihnen in diesem Brief.

Meine es ehrlich und schließe damit ab!

Damit räumst Du in Dir auf und kommst mit Dir ins Reine.

5. Sei dankbar und demütig

Gehe dankbarer und demütiger durch die Welt, als Du es bisher getan hast. Gerade wenn Du Dich dabei ertappst, wie Du etwas findest, was Dich stört. Wenn Du Dich innerlich selbst verurteilst oder etwas an Dir kritisierst, dann denke bewusst an Dinge, für die Du dankbar bist.

Freue Dich darüber, dass Du auf dieser Welt sein kannst und welche Möglichkeiten Dir offen stehen.

Sei dankbar und demütig und es wird Dir ein Leichtes sein, mit Dir ins Reine zu kommen.

Zusammenfassung

Egal, wie groß Dein Kampf mit Dir selbst ist, begib Dich auf Deinen Weg und nutze die Zeit, die Du hast. Egal, welche Fehler Du in Deinem Leben bisher gemacht hast, siehe sie als Lernerfahrungen und sei dankbar dafür. Betrachte Dein bisheriges Leben aus einem neuen Blickwinkel und verzeihe Dir selbst und anderen.

Finde Deinen ganz eigenen Weg und bleib bei den Dingen, die Du magst und lass die Dinge los, die Dir schaden.

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