Minderwertigkeitskomplexe – Ursachen, Symptome und Überwindung

Das ständige Suchen nach der Anerkennung anderer Menschen. Perfektionismus. Das dauerhafte Gefühl, unvollständig zu sein. Immer auf der Suche nach einem besseren Selbst.

Das sind alles Anzeichen für ein schwaches Selbstwertgefühl und Minderwertigkeitskomplexe.

Hier erfährst Du, wo diese Komplexe herkommen, wie Du sie erkennst und vor allem, was Du dagegen tun kannst.

Ursachen von Minderwertigkeitskomplexen

Die psychologische Forschung sieht den Ursprung von Minderwertigkeitskomplexen in der Kindheit verwurzelt. So schlagen sie sich vor allem bei Kindern nieder, die oft kritisiert und nie gelobt werden. Oder auch im anderen Extrem: Bei Kindern, die zu viel Aufmerksam erhalten und zu sehr verwöhnt werden.

Stell Dir dazu folgende Situation vor: Ein Kind ist mäßig gut in der Schule. Immer wieder bringt es schlechte Noten mit nach Hause.

Die Mutter des Kindes wünscht sich aber, dass das Kind gute Noten schreibt und bestraft es jedes Mal verbal, wenn es wieder eine schlechte Note mit nach Hause bringt.

SelbstwertgefühlDas Kind lernt: „Ich muss gute Noten schreiben, damit ich gut bin.“

Jetzt passiert Folgendes: Das Kind gibt sich bei einer Prüfung besonders viel Mühe, schreibt eine gute Note und präsentiert diese ganz stolz zu Hause.

Die Reaktion der Mutter fällt darauf eher mäßig aus. Sie freut sich zwar ein wenig, lobt das Kind aber nicht angemessen.

Was soll das Kind denken?

Es denkt, dass es immer noch nicht gut genug sei.

Durch solche oder andere Verhaltensweisen der Eltern kann das Kind Minderwertigkeitskomplexe und ein schwaches Selbstbewusstsein entwickeln.

Das Kind baut innerlich das Bild eines perfekten Selbst auf (z. B. nur Einser in der Schule), dass es jedoch niemals erreichen kann.

So folgt es – häufig unbewusst – einem unerreichbaren Ideal, fühlt sich dauerhaft schlecht und sieht sich selbst als nicht gut genug an, da es nicht das Bild von sich selbst leben kann, dass es die ganze Zeit mit sich herum trägt.

Symptome und Auswirkungen von Minderwertigkeitskomplexen

Was passiert nun mit Menschen, die solch eine Kindheit oder eine ähnliche durchlebt und so ein geringes Selbstwertgefühl entwickelt haben?

Typische Symptome sind:

1. Sich in die Opferrolle bringen

Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen bringen sich selbst – bewusst oder unbewusst – nur allzu gerne in die Opferrolle. Dadurch versuchen sie ihren geringen Wert, den sie sich selbst geben, zu kompensieren.

Die Opferrolle bringt eine Handlungsunfähigkeit mit sich, da der Betroffene die Schuld für seinen Zustand komplett abgibt. Damit nimmt er sich selbst die Möglichkeit in Aktion treten zu können.

2. Sich selbst schlecht machen

Menschen, die sich selbst einen geringen Wert geben, fühlen sich ständig unterlegen, klein und unbedeutend. Sie machen sich selbst schlecht und sehen gar nicht die Möglichkeit, bedeutend zu sein.

3. Aggressivität nach innen oder außen

Bei Männern kommt es häufiger vor, dass sich die Aggressivität nach außen richtet und bei Frauen eher nach innen, was zu Depressionen führen kann.

4. Fokus auf Fehler und Versagen

Bei Menschen mit einem Minderwertigkeitskomplex liegt der Fokus auf den eigenen Fehlern und dem eigenen Versagen. Als würden sie sich selbst immer wieder bestätigen wollen, welchen geringen Wert sie haben.

Anstatt aus Fehlern zu lernen, nehmen sie diese zum Anlass, sich weiter als schlecht und unbedeutend zu betrachten.

5. Ständig auf sich Aufmerksam machen

SelbstwertWeiterhin suchen diese Menschen sehr nach Aufmerksamkeit und Anerkennung von außen. Da sie sich selbst einen geringen Wert geben, hoffen sie von außen einen hohen Wert zugesprochen zu bekommen.

Doch selbst, wenn das passiert (z. B. durch Lob), tun sie sich schwer damit, diesen anzunehmen. Es ist eine ewige Suche nach Anerkennung, die von außen nicht befriedigt werden kann.

6. Beziehungsarmut und Liebesunfähigkeit

Genauso leiden sie oft unter wenigen oder gar keinen sozialen Kontakten und tun sich schwer damit, eine Liebesbeziehung aufzubauen. Das kann bis zu einer sozialen Phobie oder einer einseitigen Liebesbeziehung führen.

7. Perfektionismus und die ständige Angst, etwas falsch zu machen

Begleitet werden Minderwertigkeitskomplexe häufig durch das ständige Streben nach Perfektion und der Angst, etwas falsch zu machen. Das kann zu einer starken Bewertungsangst führen und dazu, sich in bestimmten Situationen beobachtet zu fühlen. Das hemmt und kann den Eindruck erwecken, dass man faul oder destinteressiert sei.

Dadurch bleiben Erfolge und Lob und Anerkennung für die eigenen Leistungen eher aus und die Minderwertigkeitsgefühle werden nicht weniger.

8. Flucht in Statussymbole

Weiterhin ist es bei Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl beliebt, diese innere Leere mit materiellen Dingen im Außen zu füllen. Ein Unterfangen, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.

9. Arroganz

Hinter Arroganz ist häufig ein Minderwertigkeitskomplex zu finden. Denn die Arroganz schützt vor Nähe und dem „ertappt werden“. Das Innere soll demnach im Verborgenen bleiben.

Minderwertigkeitskomplexe überwinden

Kommen Dir einige der Symptome bekannt vor? Glaubst Du, dass Du Dir selbst einen zu geringen Wert gibst?

Minderwertigkeitskomplexe lassen sich überwinden!

Das Ziel dabei ist es, dass Du Dir selbst einen höheren Wert gibst. Dass kann niemand anderes für Dich übernehmen. Nur Du selbst!

Je nach Schweregrad der Komplexe kann es Sinn machen, sich in professionelle Behandlung zu begeben. Aber auch durch eigene Kraft ist es zu schaffen.

Im Folgenden findest Du Übungen, die Du machen solltest, um ein starkes Selbstwertgefühl zu entwickeln.

1. Akzeptiere, dass kein Mensch von vornherein einen Wert hat

burn outIch hatte früher auch so meine Probleme mit meinem Selbstwertgefühl. Ich weiß es noch genau: Als ich zu Beginn meines Studiums in die Zukunft blickte und erfolgreiche Männer in schicken Anzügen sah, dachte ich immer:

„So kann ich niemals werden. Das geht einfach nicht. Dafür bin ich nicht geschaffen. Ich bin dafür nicht gut genug.“

Nicht, dass ich unbedingt Geschäftsmann in schickem Anzug werden wollte, ich dachte nur einfach, ich sei nicht gut genug dafür oder für ähnliche Berufe.

Ich habe mir selbst einen Wert unterhalb dieser Menschen gegeben und dachte, nur Menschen mit einem bestimmten Wert können so etwas erreichen.

Ich habe mich selbst von Anfang an ausgeschlossen.

Akzeptiere also eine Sache vorweg: Menschen haben keinen Wert!

Das Einzige, was sie haben, ist ein Selbstwertgefühl. Also ein Gefühl für den eigenen Wert.

Und dieses Gefühl lässt sich steigern! Du hast somit die Macht, alles zu erreichen. Mach Dir das bewusst.

Hier findest Du super Übungen, um an Deinem Selbstbewusstsein und Deinem Selbstwertgefühl zu arbeiten: Selbstbewusstsein stärken Übungen

2. Schreibe täglich

Wenn man ein niedriges Selbstwertgefühl hat, dann baut sich das nicht über Nacht auf. Es gehört schon etwas Übung dazu.

Und deswegen ist es wichtig, dass Du jeden Tag etwas dafür tust.

Eine sehr gute Übung dafür ist, Tagebuch zu schreiben. Beachte dabei: Mache ein positives Tagebuch daraus!

Konzentriere Dich beim Schreiben auf Deine Stärken und Deine Erfolge und siehe das Positive in allem!

Wie Du generell eine positive Denkweise entwickelst, erfährst Du auch hier: Positive Gedanken – so nutzt Du sie richtig!

3. Lege Deinen Perfektionismus ab

Wir hatten es ja bereits weiter oben: Menschen mit einem Minderwertigkeitskomplex neigen zum Perfektionismus.

Sie versuchen alles nicht nur richtig zu machen, sondern eben perfekt und machen dadurch am Ende alles falsch.

Denn nichts ist perfekt. Zu lernen, seine Erfolge auch anzuerkennen, wenn etwas „einfach nur gut“ war, ist ein wichtiger Schritt, um sich selbst mehr Wert zu geben.

Schöne Übungen, um Deinen Perfektionismus abzulegen, findest Du hier: 5 wirkungsvolle Techniken, um Perfektionismus abzulegen

4. Feiere Deine Erfolge

Weiterhin hilft es, wenn Du Deine Erfolge ganz bewusst feierst.

Wichtig: Es müssen nicht nur große Erfolge, wie der Abschluss eines Studiums oder das bestandene Vorstellungsgespräch sein, sondern gerade die Erfolge im Kleinen sind dabei entscheidend.

Lerne, sie also zu erkennen, sie wahrzunehmen und stolz auf Dich selbst zu sein.

5. Stell Dich Deinen Ängsten

„Da, wo die Angst ist, da geht es lang!“

Vielleicht hast Du diesen Satz schon mal gehört!?

Mit der Angst ist es so: Sie geht dann weg, wenn Du Dich ihr stellst. Nicht vorher!

Gehe in kleinen Schritten vorwärts und stell Dich immer wieder neuen Herausforderungen. Denn jedes Mal lässt Du ein Stück der Angst hinter Dir und spürst Deine Erfolge. Das hilft Dir dabei, Dir selbst einen höheren Wert zu geben.

Wenn Du generell mit vielen Ängsten zu kämpfen hast, findest Du hier Möglichkeiten, damit umzugehen: Die Angst vor der Angst – so wirst Du sie los!

6. Hör auf Dich selbst

Die Anerkennung, die Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen immer bei anderen suchen, müssen sie sich selbst geben!

Wenn Du Anerkennung von anderen einforderst, sie Dir aber nicht selbst gibst, dann machst Du Dich in dem Moment bereits automatisch schlechter, als denjenigen, von dem Du sie verlangst. Denn Du glaubst, dass jemand anderes die Macht hat, Dir die Anerkennung zu geben, aber Du selbst nicht.

Und genau dieses Denken impliziert bereits ein geringes Selbstwertgefühl.

Verstehe, dass Du Dir selbst diese Anerkennung geben kannst.

Gehe noch weiter: Hör auf, Dich von anderen und ihrem Denken abhängig zu machen und fange an, auf Dich selbst, Deine Wünsche und Bedürfnisse zu hören.

Alles, was Du brauchst, hast Du bereits, Du musst nur noch darauf hören und Dir selbst Deine Wünsche erfüllen.

Wie Du herausfindest, was Du im Leben willst, kannst Du hier nachlesen: Selbstfindung: Was will ich denn jetzt wirklich? Und wer bin ich überhaupt?

7. Verlasse die Opferrolle

Wie zu Beginn des Artikels bereits erwähnt: wenn Du Dich selbst in die Opferrolle bringst, bist Du nicht fähig zu handeln, denn dann denkst Du unbewusst, jemand anderes müsste Dich dort herausholen.

Übernimm selbst die volle Verantwortung für Dein Leben. Dann wirst Du Dein Selbstwertgefühl automatisch steigern!

Zusammenfassung

Ein niedriges Selbstwertgefühl und Minderwertigkeitskomplexe können entstehen, ohne dass wir etwas dafür können.

Sich daraus aber wieder zu befreien, liegt alleine bei uns selbst. Jeder einzelne hat die Macht, aus seinem Leben etwas zu machen.

Es geht darum, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und selbständig zu handeln. Jeden Tag ein bisschen mehr. Du wirst merken, dass es sich lohnt und Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück steigt.

Wenn Du tägliche Impulse dafür brauchst, schau Dir auch meinen gratis E-Mail-Kurs an.

Das ständige Suchen nach der Anerkennung anderer Menschen. Perfektionismus. Das dauerhafte Gefühl, unvollständig zu sein. Immer auf der Suche nach einem besseren Selbst.

Das sind alles Anzeichen für ein schwaches Selbstwertgefühl und Minderwertigkeitskomplexe.

Hier erfährst Du, wo diese Komplexe herkommen, wie Du sie erkennst und vor allem, was Du dagegen tun kannst.

Ursachen von Minderwertigkeitskomplexen

Die psychologische Forschung sieht den Ursprung von Minderwertigkeitskomplexen in der Kindheit verwurzelt. So schlagen sie sich vor allem bei Kindern nieder, die oft kritisiert und nie gelobt werden. Oder auch im anderen Extrem: Bei Kindern, die zu viel Aufmerksam erhalten und zu sehr verwöhnt werden.

Stell Dir dazu folgende Situation vor: Ein Kind ist mäßig gut in der Schule. Immer wieder bringt es schlechte Noten mit nach Hause.

Die Mutter des Kindes wünscht sich aber, dass das Kind gute Noten schreibt und bestraft es jedes Mal verbal, wenn es wieder eine schlechte Note mit nach Hause bringt.

SelbstwertgefühlDas Kind lernt: „Ich muss gute Noten schreiben, damit ich gut bin.“

Jetzt passiert Folgendes: Das Kind gibt sich bei einer Prüfung besonders viel Mühe, schreibt eine gute Note und präsentiert diese ganz stolz zu Hause.

Die Reaktion der Mutter fällt darauf eher mäßig aus. Sie freut sich zwar ein wenig, lobt das Kind aber nicht angemessen.

Was soll das Kind denken?

Es denkt, dass es immer noch nicht gut genug sei.

Durch solche oder andere Verhaltensweisen der Eltern kann das Kind Minderwertigkeitskomplexe und ein schwaches Selbstbewusstsein entwickeln.

Das Kind baut innerlich das Bild eines perfekten Selbst auf (z. B. nur Einser in der Schule), dass es jedoch niemals erreichen kann.

So folgt es – häufig unbewusst – einem unerreichbaren Ideal, fühlt sich dauerhaft schlecht und sieht sich selbst als nicht gut genug an, da es nicht das Bild von sich selbst leben kann, dass es die ganze Zeit mit sich herum trägt.

Symptome und Auswirkungen von Minderwertigkeitskomplexen

Was passiert nun mit Menschen, die solch eine Kindheit oder eine ähnliche durchlebt und so ein geringes Selbstwertgefühl entwickelt haben?

Typische Symptome sind:

1. Sich in die Opferrolle bringen

Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen bringen sich selbst – bewusst oder unbewusst – nur allzu gerne in die Opferrolle. Dadurch versuchen sie ihren geringen Wert, den sie sich selbst geben, zu kompensieren.

Die Opferrolle bringt eine Handlungsunfähigkeit mit sich, da der Betroffene die Schuld für seinen Zustand komplett abgibt. Damit nimmt er sich selbst die Möglichkeit in Aktion treten zu können.

2. Sich selbst schlecht machen

Menschen, die sich selbst einen geringen Wert geben, fühlen sich ständig unterlegen, klein und unbedeutend. Sie machen sich selbst schlecht und sehen gar nicht die Möglichkeit, bedeutend zu sein.

3. Aggressivität nach innen oder außen

Bei Männern kommt es häufiger vor, dass sich die Aggressivität nach außen richtet und bei Frauen eher nach innen, was zu Depressionen führen kann.

4. Fokus auf Fehler und Versagen

Bei Menschen mit einem Minderwertigkeitskomplex liegt der Fokus auf den eigenen Fehlern und dem eigenen Versagen. Als würden sie sich selbst immer wieder bestätigen wollen, welchen geringen Wert sie haben.

Anstatt aus Fehlern zu lernen, nehmen sie diese zum Anlass, sich weiter als schlecht und unbedeutend zu betrachten.

5. Ständig auf sich Aufmerksam machen

SelbstwertWeiterhin suchen diese Menschen sehr nach Aufmerksamkeit und Anerkennung von außen. Da sie sich selbst einen geringen Wert geben, hoffen sie von außen einen hohen Wert zugesprochen zu bekommen.

Doch selbst, wenn das passiert (z. B. durch Lob), tun sie sich schwer damit, diesen anzunehmen. Es ist eine ewige Suche nach Anerkennung, die von außen nicht befriedigt werden kann.

6. Beziehungsarmut und Liebesunfähigkeit

Genauso leiden sie oft unter wenigen oder gar keinen sozialen Kontakten und tun sich schwer damit, eine Liebesbeziehung aufzubauen. Das kann bis zu einer sozialen Phobie oder einer einseitigen Liebesbeziehung führen.

7. Perfektionismus und die ständige Angst, etwas falsch zu machen

Begleitet werden Minderwertigkeitskomplexe häufig durch das ständige Streben nach Perfektion und der Angst, etwas falsch zu machen. Das kann zu einer starken Bewertungsangst führen und dazu, sich in bestimmten Situationen beobachtet zu fühlen. Das hemmt und kann den Eindruck erwecken, dass man faul oder destinteressiert sei.

Dadurch bleiben Erfolge und Lob und Anerkennung für die eigenen Leistungen eher aus und die Minderwertigkeitsgefühle werden nicht weniger.

8. Flucht in Statussymbole

Weiterhin ist es bei Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl beliebt, diese innere Leere mit materiellen Dingen im Außen zu füllen. Ein Unterfangen, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.

9. Arroganz

Hinter Arroganz ist häufig ein Minderwertigkeitskomplex zu finden. Denn die Arroganz schützt vor Nähe und dem „ertappt werden“. Das Innere soll demnach im Verborgenen bleiben.

Minderwertigkeitskomplexe überwinden

Kommen Dir einige der Symptome bekannt vor? Glaubst Du, dass Du Dir selbst einen zu geringen Wert gibst?

Minderwertigkeitskomplexe lassen sich überwinden!

Das Ziel dabei ist es, dass Du Dir selbst einen höheren Wert gibst. Dass kann niemand anderes für Dich übernehmen. Nur Du selbst!

Je nach Schweregrad der Komplexe kann es Sinn machen, sich in professionelle Behandlung zu begeben. Aber auch durch eigene Kraft ist es zu schaffen.

Im Folgenden findest Du Übungen, die Du machen solltest, um ein starkes Selbstwertgefühl zu entwickeln.

1. Akzeptiere, dass kein Mensch von vornherein einen Wert hat

burn outIch hatte früher auch so meine Probleme mit meinem Selbstwertgefühl. Ich weiß es noch genau: Als ich zu Beginn meines Studiums in die Zukunft blickte und erfolgreiche Männer in schicken Anzügen sah, dachte ich immer:

„So kann ich niemals werden. Das geht einfach nicht. Dafür bin ich nicht geschaffen. Ich bin dafür nicht gut genug.“

Nicht, dass ich unbedingt Geschäftsmann in schickem Anzug werden wollte, ich dachte nur einfach, ich sei nicht gut genug dafür oder für ähnliche Berufe.

Ich habe mir selbst einen Wert unterhalb dieser Menschen gegeben und dachte, nur Menschen mit einem bestimmten Wert können so etwas erreichen.

Ich habe mich selbst von Anfang an ausgeschlossen.

Akzeptiere also eine Sache vorweg: Menschen haben keinen Wert!

Das Einzige, was sie haben, ist ein Selbstwertgefühl. Also ein Gefühl für den eigenen Wert.

Und dieses Gefühl lässt sich steigern! Du hast somit die Macht, alles zu erreichen. Mach Dir das bewusst.

Hier findest Du super Übungen, um an Deinem Selbstbewusstsein und Deinem Selbstwertgefühl zu arbeiten: Selbstbewusstsein stärken Übungen

2. Schreibe täglich

Wenn man ein niedriges Selbstwertgefühl hat, dann baut sich das nicht über Nacht auf. Es gehört schon etwas Übung dazu.

Und deswegen ist es wichtig, dass Du jeden Tag etwas dafür tust.

Eine sehr gute Übung dafür ist, Tagebuch zu schreiben. Beachte dabei: Mache ein positives Tagebuch daraus!

Konzentriere Dich beim Schreiben auf Deine Stärken und Deine Erfolge und siehe das Positive in allem!

Wie Du generell eine positive Denkweise entwickelst, erfährst Du auch hier: Positive Gedanken – so nutzt Du sie richtig!

3. Lege Deinen Perfektionismus ab

Wir hatten es ja bereits weiter oben: Menschen mit einem Minderwertigkeitskomplex neigen zum Perfektionismus.

Sie versuchen alles nicht nur richtig zu machen, sondern eben perfekt und machen dadurch am Ende alles falsch.

Denn nichts ist perfekt. Zu lernen, seine Erfolge auch anzuerkennen, wenn etwas „einfach nur gut“ war, ist ein wichtiger Schritt, um sich selbst mehr Wert zu geben.

Schöne Übungen, um Deinen Perfektionismus abzulegen, findest Du hier: 5 wirkungsvolle Techniken, um Perfektionismus abzulegen

4. Feiere Deine Erfolge

Weiterhin hilft es, wenn Du Deine Erfolge ganz bewusst feierst.

Wichtig: Es müssen nicht nur große Erfolge, wie der Abschluss eines Studiums oder das bestandene Vorstellungsgespräch sein, sondern gerade die Erfolge im Kleinen sind dabei entscheidend.

Lerne, sie also zu erkennen, sie wahrzunehmen und stolz auf Dich selbst zu sein.

5. Stell Dich Deinen Ängsten

„Da, wo die Angst ist, da geht es lang!“

Vielleicht hast Du diesen Satz schon mal gehört!?

Mit der Angst ist es so: Sie geht dann weg, wenn Du Dich ihr stellst. Nicht vorher!

Gehe in kleinen Schritten vorwärts und stell Dich immer wieder neuen Herausforderungen. Denn jedes Mal lässt Du ein Stück der Angst hinter Dir und spürst Deine Erfolge. Das hilft Dir dabei, Dir selbst einen höheren Wert zu geben.

Wenn Du generell mit vielen Ängsten zu kämpfen hast, findest Du hier Möglichkeiten, damit umzugehen: Die Angst vor der Angst – so wirst Du sie los!

6. Hör auf Dich selbst

Die Anerkennung, die Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen immer bei anderen suchen, müssen sie sich selbst geben!

Wenn Du Anerkennung von anderen einforderst, sie Dir aber nicht selbst gibst, dann machst Du Dich in dem Moment bereits automatisch schlechter, als denjenigen, von dem Du sie verlangst. Denn Du glaubst, dass jemand anderes die Macht hat, Dir die Anerkennung zu geben, aber Du selbst nicht.

Und genau dieses Denken impliziert bereits ein geringes Selbstwertgefühl.

Verstehe, dass Du Dir selbst diese Anerkennung geben kannst.

Gehe noch weiter: Hör auf, Dich von anderen und ihrem Denken abhängig zu machen und fange an, auf Dich selbst, Deine Wünsche und Bedürfnisse zu hören.

Alles, was Du brauchst, hast Du bereits, Du musst nur noch darauf hören und Dir selbst Deine Wünsche erfüllen.

Wie Du herausfindest, was Du im Leben willst, kannst Du hier nachlesen: Selbstfindung: Was will ich denn jetzt wirklich? Und wer bin ich überhaupt?

7. Verlasse die Opferrolle

Wie zu Beginn des Artikels bereits erwähnt: wenn Du Dich selbst in die Opferrolle bringst, bist Du nicht fähig zu handeln, denn dann denkst Du unbewusst, jemand anderes müsste Dich dort herausholen.

Übernimm selbst die volle Verantwortung für Dein Leben. Dann wirst Du Dein Selbstwertgefühl automatisch steigern!

Zusammenfassung

Ein niedriges Selbstwertgefühl und Minderwertigkeitskomplexe können entstehen, ohne dass wir etwas dafür können.

Sich daraus aber wieder zu befreien, liegt alleine bei uns selbst. Jeder einzelne hat die Macht, aus seinem Leben etwas zu machen.

Es geht darum, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und selbständig zu handeln. Jeden Tag ein bisschen mehr. Du wirst merken, dass es sich lohnt und Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück steigt.

Wenn Du tägliche Impulse dafür brauchst, schau Dir auch meinen gratis E-Mail-Kurs an.

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