So kannst Du negative Emotionen für immer auflösen

Ganz ehrlich: Sich immer und zu jeder Zeit auf Knopfdruck sehr gut fühlen? So leicht geht es leider nicht (zumindest nach meiner Erfahrung).

Aber: Man kann seine Emotionen beeinflussen und selbst bestimmen. Und in diesem Artikel erfährst Du, wie das geht.

Wurdest Du schon mal von jemandem verletzt?

Also ich meine rein psychisch?

Hat Dich mal jemand verlassen, den Du sehr gerne hattest?

Oder hat Dich jemand wütend gemacht durch etwas, was er/sie gesagt oder getan hat?

Mit Sicherheit!

Doch ich sage Dir etwas: Niemand kann Dich wütend oder traurig machen. Das kannst Du nur selbst.

Klar, die Handlungen oder Aussagen anderer Menschen können der Auslöser für eine bestimmte Emotion sein. Doch die Emotion machst Du Dir immer noch selbst. Denn sie ist in Deinem Körper. Kein anderer hat sie dort hinein getan. Sie ist einfach in Dir. Und somit bist Du auch dafür verantwortlich.

Und somit sind wir auch schon beim ersten Punkt, wie Du Deine negativen Emotionen auflösen kannst:

1. Übernimm die volle Verantwortung

Emotionale BefreiungErst wenn Du die volle Verantwortung für Deine Emotionen übernimmst, kannst Du Dich von ihnen lösen.

Während wir aufwachsen sind wir sehr stark von unseren Eltern abhängig. Und das sowohl rein physisch als auch emotional.

Wenn wir etwas falsch machen und von unseren Eltern dafür „bestraft“ werden, löst das negative Emotionen in uns aus. Das speichern wir natürlich ab. Und wenn wir emotional nicht erwachsen werden, d. h. wenn wir niemals lernen selbst die Verantwortung für unsere Emotionen zu übernehmen, dann sind wir ein Leben lang emotional abhängig von anderen Menschen.

Denn dann lassen wir andere Menschen immer unsere Emotionen bestimmen. So wie wir es als Kind gelernt haben.

Eins sei dazu gesagt: Andere Menschen werden wahrscheinlich immer einen gewissen Einfluss auf unsere Emotionen haben können, aber es kommt auf den Grad an. Es kommt darauf an, wie stark Du Dich in welchem Bereich Deines Lebens bereits emotional befreit hast.

Und unsere wunden Punkte liegen ja genau dort, wo andere Menschen leicht eine negative Emotion in uns auslösen können.

Und es liegt bei Dir, Dein ganzes Leben lang aus diesen wunden Punkten zu lernen und diese nach und nach gehen zu lassen.

Und das tust Du eben, indem Du die Verantwortung für Deine Emotionen übernimmst.

Wenn Dich also das nächste Mal Deine Freundin traurig macht oder Dein Chef wütend oder Dein Kumpel Dich ärgert, dann gib der- bzw. demjenigen nicht die Schuld dafür, dass Du jetzt schlecht drauf bist. Sondern übernimm die Verantwortung für Deine Gefühle und verstehe, dass Du Dir diese Gefühle selbst machst. Das macht kein anderer für Dich. Das machst Du selbst!

Nicht Dein Chef/ Deine Freundin/ Dein Kumpel/ Deine Eltern etc. sind schuld daran, dass es Dir schlecht geht, sondern Du selbst.

Und wenn Du dann die volle Verantwortung für Deine Gefühle übernimmst, kannst Du sie ändern.

Das ist die Grundvoraussetzung. Wenn Du die Schuld abgibst, kannst Du Deine Gefühle nicht ändern, und wenn Du die Verantwortung übernimmst, kannst Du sie beeinflussen.

Und das machst Du dann folgendermaßen:

2. Nimm Deine Gefühle und Deine Gedanken wahr

Sobald Du entschieden hast, dass Deine Emotionen Dir gehören und die Verantwortung übernommen hast, kannst Du Deine Gefühle näher anschauen.

Fühle dazu in Dich hinein und beobachte, wo sich diese Emotion befindet. An welcher Stelle im Körper kannst Du das Gefühl wahrnehmen. Nimm es wahr und somit an.

Drücke es nicht weg, sondern erlaube dem Gefühl, da zu sein.

Und gleichzeitig beobachte Deine Gedanken. Welche Gedanken hast Du im Zusammenhang mit dem Gefühl?

Wenn z. B. gerade jemand etwas gesagt hat, was Dich wütend gemacht hat, dann schau genau hin, was Du gerade denkst. Machst Du dieser Person Vorwürfe? Was genau denkst Du?

Beobachte also Deine Gefühle und Gedanken, akzeptiere sie und erlaube ihnen da zu sein.

Wenn Du die Schritte 1 und 2 beherrschst, dann wird die negative Emotion schon sehr bald viel schwächer geworden sein.

Und dann kannst Du noch folgendes tun:

3. Gehe in einen neuen Zustand

Nachdem Du die Verantwortung übernommen hast, Deine Gefühle und Gedanken verstanden und angenommen hast, verfliegt wie gesagt schon der meiste Ärger.

Den Rest loszuwerden ist dann ein Kinderspiel. Beschließe dann einfach nur noch, an etwas anderes zu denken und diese Sache loszulassen.

Konzentriere Dich auf etwas Schönes und mache mit Deinem Leben weiter! Fühle Dich gut und freue Dich auf Deine Zukunft.

 

Diese Technik funktioniert wirklich sehr gut! Klar, manchmal geht das nicht von jetzt auf gleich. Manchmal kann es ein paar Stunden dauern, bis man sich emotional wirklich gelöst hat.

Aber mit dieser Technik kannst Du Dich emotional dauerhaft von wunden Punkten und der Abhängigkeit von anderen befreien.

Wahrscheinlich wird es immer Themen geben, bei denen Dich andere Menschen leicht treffen können, aber sobald das passiert, hast Du immer die Möglichkeit, dieses Thema dann aufzulösen!

Wende diese Technik immer an, übernimm die volle Verantwortung für Deine Gefühle und befreie Dich so nach und nach von emotionalen Abhängigkeiten.

Click Here to Leave a Comment Below 5 comments
Nils Terborg - 11. Januar 2015

Heyy Stephan,

schöner Artikel! Und ich finde, dass das ein wichtiges Thema ist. Vor allem der Punkt mit dem „Verantwortung übernehmen“ hat mir sehr gut gefallen, da das Gefühl, bei einer unschönen Emotion erstmal auf sich selbst zu achten, sehr angenehm ist.

Schließlich neigen die meisten (ich auch noch zu oft, finde ich) dazu, Schuld (auch für negative Gefühlszustände) bei anderen zu suchen. Das Problem daran: Auf diese Art und Weise gebe ich dem anderen auch Macht über mich!

LG, Nils

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    mail@stephanwiessler.de - 11. Januar 2015

    Danke für Deinen Beitrag.

    In diese“ „Schuld anderen geben“ – Falle tappe ich auch manchmal noch. Aber nicht mehr allzu oft. Es geht wirklich darum, die volle Verantwortung für seine eigenen Gefühle zu übernehmen.

    Sätze wie:

    „Du bist Schuld, dass es mir schlecht geht.“

    oder

    „Wegen Dir, fühle ich mich jetzt so und so.“

    o. ä.

    sind wirklich zu vermeiden. Denn sobald man diesen Satz ausspricht, hat meine seine Macht bereits abgegeben.

    Beste Grüße

    Reply
Mimi - 12. März 2017

Hallo..

Das Thema Akzeptanz/Loslassen beschäftigt mich schon länger und ich persönlich habe Zweifel über diese Art der Verantwortungsübernahme, bzw. empfinde ich sie als unlogisch/unvollständig da sie mich manches Mal in verzwickte Lagen brachte. Auch dafür, wie man sich verhält trägt man die Verantwortung und wenn sich zB. jemand rücksichtslos oder ungerecht verhält, liegt eben dies mit seinen Intentionen auch in seiner Verantwortung. Für mich ist die Übernahme der Verantwortung für meine Gefühle und Gedanken daher nur schlüssig und annehmbar, wenn ich die Verantwortung für das Verhalten durch welches sie ausgelöst wurden, beim anderen belasse. Schließlich ist es immer noch eine Interaktion in der sich bestenfalls zwei denkende und fühlende Wesen gegenüber stehen. Ich bin verantwortlich für meine Gefühle, mein Gegenüber trägt dennoch die Verantwortung für sein Verhalten.
Zu erleben wie dieser Welt zunehmend soziale Werte abhanden kommen die ein friedliches Zusammenleben als Gesellschaft erst möglich machen, bewegt mich diesen Kommentar zu schreiben. Der Fokus ist meiner Ansicht nach oft zu einseitig und fördert, dass jene die nicht selten sogar bewusst verletzt werden (Ausgelöste Gefühle entsprechen der Intention des anderen), sich alle Verantwortung aufladen während manch andere weiter unreflektiert und unsensibel durch die Welt trampeln. Von solchen Menschen gibt es nämlich nicht zu wenige, dies zu realisieren und akzeptieren macht neben der Annahme meiner eigenen Gefühle das ganze für mich erst plausibel. Meistens ist emotionaler Schmerz nicht irrational oder ausschließlich Folge der eigenen Gefühlswelt und zu einem gesunden gesellschaftlichen Gefüge gehört zB., sich in andere hinein zu versetzen wie auch sich entschuldigen zu können, wenn man mit dem eigenen Verhalten Schmerz verursacht. Vor Menschen die wiederholt beweisen, dass sie nicht bereit sind zu reflektieren und die Verantwortung für ihr eigenes Verhalten zu übernehmen sollte man sich mMn ab einem gewissen Punkt auch schützen. Auch das ist Selbstbestimmtheit und keineswegs eine Opferhaltung!

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Mandy - 10. April 2018

Hallo, ich bin so eben auf diese Seite gestoßen und bin beeindruckt. Ich leide an Zwangsgedanken und Depression. Ich habe schon soooo viele Bücher gelesen aber nichts hat was gebracht. Deine Sätze sind so hoffnungsvoll und liebevoll. Gibt es von dir ein Buch?

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