So wird Dir egal, was andere denken – eine Anleitung mit 5 einfachen Schritten

Wieso ist vielen Menschen so wichtig, was andere Menschen über sie denken? Welchen Nutzen hat das und wo kommt es her? Und vor allem: Wie wird einem egal was andere denken?

Diese Fragen werden in diesem Artikel beantwortet. Du blickst hinter die Kulissen dieses „was denken andere über mich“ – Musters und lernst es dadurch zu verstehen und aufzulösen.

Du bekommst eine konkrete Anleitung, wie Dir egal wird, was andere über Dich denken und wie Dir andere Sachen viel wichtiger werden!

Wo kommt es her? – dieses „was denken andere über mich“?

was andere über mich denkenEigentlich ist es nur menschlich. Wir Menschen sind nun mal soziale Wesen. Und dazu gehört das dazu zu gehören.

Wir suchen die Anerkennung und Sicherheit. Und außerdem haben wir Angst davor, von anderen Menschen abgelehnt und ausgegrenzt zu werden.

Wir lernen das bereits in der frühesten Kindheit. Wir sind auf andere Menschen angewiesen. Alleine geht es nicht.

Und wenn sich dieses Verhalten dann noch mit einem „du bist nicht gut genug“ kombiniert. Dann wird einem sehr schnell wichtig, was die anderen Menschen über einen denken.

Denn wenn man nicht an sich selbst und seine eigene Wirksamkeit glaubt, dann glaubt man eher an die Ratschläge, Ideen und Wünsche anderer Personen. Man gibt den Gedanken anderer mehr Wert als den eigenen.

Und so kann sich das dann durch das gesamte Leben ziehen. Man ist stetig damit beschäftigt, sich Gedanken darüber zu machen, was wohl andere über einen denken.

Man überlegt, wie man wohl auf jemand anderen gewirkt hat oder ob der Chef zufrieden mit der Arbeit ist oder oder oder…

Wenn Dir das bekannt vorkommt: Keine Sorge, Du kannst es ändern.

Aber dazu zunächst ein Schritt vorweg:

Welche Auswirkungen hat dieses Denken auf Dich?

1. Du hältst Dich selbst klein

Dadurch, dass Du ständig darauf bedacht bist, nicht negativ aus dem Rahmen zu fallen, fällst Du gar nicht aus dem Rahmen. In keinster Weise. Lieber schön brav bleiben und nicht auffallen.

Doch genau durch dieses Verhalten (und die Angst vor der Abweisung dahinter), hältst Du Dich selbst klein. Du bleibst hinter Deinem Potenzial zurück und gehst kein Risiko ein.

Das ist eine Art zu leben, aber ob es die richtige für Dich ist, musst Du selbst entscheiden.

2. Dein Selbstwertgefühl hat keine Chance zu wachsen

Und genau dadurch hat Dein Selbstwertgefühl keine Chance zu wachsen. Denn jedes Mal, wenn Du etwas tust nur um anderen zu gefallen und dabei Deine eigenen Wünsche auf der Strecke bleiben, schränkst Du Dich selbst ein.

Du gibst in diesem Momenten Deinem Gegenüber mehr Wert als Dir selbst. Dadurch kann Dein Selbstwertgefühl nicht steigen.

Es steigt, wenn Du Dir und Deinen Gedanken mehr Vertrauen entgegen bringst und auf Dich selbst hörst, anstelle von anderen (das heißt aber nicht, dass gute Ratschläge von anderen nicht angebracht sind).

Wie Du Dein Selbstwertgefühl stärkst, erfährst Du hier: Dein Selbstwertgefühl stärken – so geht’s wirklich!

3. Du setzt viele tolle Sachen niemals um

Weiterhin führt es dazu, dass Du manche Dinge niemals umsetzt. Vielleicht hast Du eine Idee, wie man eine bestimmte Sache machen könnte oder Du würdest gerne etwas Neues ausprobieren. Da Du aber Angst davor hast, was Dein Umfeld darüber denken könnte und das Risiko besteht, dass Du dafür belächelt werden könntest, setzt Du diese Idee niemals um.

Und dabei können sehr viele schöne Dinge und Erfolge auf der Strecke bleiben.

4. Du denkst gute Ideen nicht zu Ende

Oder es geht sogar soweit, dass Du Gedanken sofort wieder bei Seite schiebst, die vielleicht ein gewisses Potenzial in sich tragen. Durch das mangelnde Selbstwertgefühl und die Angst vor der Ablehnung denkst Du diese Gedanken einfach nicht weiter und so werden sie niemals das Licht der Welt erblicken.

Dadurch nimmst Du Dir selbst vielfach die Chance zu wachsen und eigene Dinge zu verwirklichen.

5. Du gehst immer den sicheren Weg

Wenn Dir wichtig ist, was andere denken, kann es sein, dass Du immer den sicheren Weg gehst. Dass Du niemals ein Risiko eingehst und immer nur das tust, was keine Gefahr mit sich bringt.

Doch welche Menschen sind es denn, die die Karriereleiter emporsteigen oder anderweitig Erfolg haben? Menschen, die selbstbewusst sind und auf sich selbst vertrauen?

Es sind die Menschen, die ein Risiko eingehen. Die Dinge tun, die sich viele andere Menschen nicht trauen. Menschen, die Fehler machen, daraus lernen und weiter machen.

6. Du machst Dich von anderen Menschen abhängig

Wenn Du ständig davon eingenommen bist, was andere Menschen über Dich denken, machst Du Dich von diesen Menschen abhängig. Deine Handlungen und Entscheidungen machst Du dann abhängig von diesem Denken.

Und das Paradox daran: Dadurch, dass Du versuchst, anderen Menschen zu gefallen, erreichst Du genau das nicht. Denn die Menschen spüren die Angst und das niedrige Selbstwertgefühl und halten sich lieber an Menschen, die Stärke und Selbstbewusstsein ausstrahlen.

Wie Dir egal wird, was andere über Dich denken

denkenWie löst Du dieses Muster jetzt auf? Wie wird Dir egal was andere über Dich denken?

Von jetzt auf gleich geht das leider nicht. Aber wenn Du konsequent da dran bleibst, dann wirst Du es schaffen. Wenn Du Dein Selbstvertrauen und Dein Selbstwertgefühl aufbaust, dann wird Dir irgendwann automatisch nicht mehr so wichtig sein, was andere denken.

So kannst Du dabei vorgehen:

1. Werde Dir über das Muster bewusst

Die berühmte Selbsterkenntnis als ersten Weg der Besserung spielt auch hier eine tragende Rolle. Steigere also zunächst Dein Bewusstsein darüber, wie Du denkst und handelst.

In welchen Situationen hältst Du Dich zurück, nur um anderen zu gefallen?

Was tust Du alles, um anderen zu gefallen?

Wann denkst Du besonders häufig darüber nach?

Beantworte Dir selbst diese Fragen und blicke hinter dieses Muster. Und dann sei Dir auch immer wieder darüber bewusst, sobald das Muster da ist.

Beobachte Dich selbst dabei, in welchen Situationen Du so handelst. Immer wenn Dir auffällt, dass Du etwas gesagt oder getan hast, nur um anderen zu gefallen, dann reflektiere darüber. Überlege Dir, wie Du sonst noch hättest handeln können.

Wie Du noch mehr über Dich selbst herausfindest, kannst Du hier nachlesen: Selbstfindung: Was will ich denn jetzt wirklich? Und wer bin ich überhaupt?

2. Triff Entscheidungen

Übe Dich im Entscheidungen treffen. Lerne, Dinge so zu entscheiden, wie Du es für richtig hältst (und nicht andere).

Wie das geht, darüber habe ich bereits geschrieben. Mehr dazu erfährst Du hier: Entscheidungen treffen

3. Entdecke Deine Wünsche und Bedürfnisse

Das ist wohl der wichtigste Punkt überhaupt. Sobald Du Dich auf die Suche nach Deinen wahren Wünschen und Bedürfnissen machst, wirst Du automatisch anfangen Dein Selbstbewusstsein, Dein Selbstvertrauen und Dein Selbstwertgefühl zu steigern.

Mit jedem Entdecken von Dingen, die Du wirklich willst und jeden Erfolgserlebnis auf diesem Weg, befreist Du Dich von der Meinung anderer.

Und wenn Du irgendwann den Punkt erreicht hast, an dem Du ganz klar Deiner eigenen Vision folgst, wird Dein Glaube daran stärker sein als die Urteile anderer Menschen.

Fang also an, neue Dinge auszuprobieren und Dir zu überlegen, was Du wirklich willst im Leben.

4. Probiere Ideen einfach aus

Und genau dabei helfen Dir Deine eigenen Ideen. Traue Dich, Ideen zu Ende zu denken und einfach mal auszuprobieren. Warum kommen Dir wohl Ideen in den Sinn? Vielleicht, weil Dich das interessieren könnte!

Das findest Du aber nur heraus, wenn Du es machst.

Schreibe Deine Ideen auf, erlaube Dir zu träumen und setze sie einfach in die Tat um!

5. Gehe bewusst durch Deine Ängste

Wenn Du mal wieder feststellst, dass Du anderen Menschen mehr wert gibst als Dir selbst, dann überlege Dir mal genau, wovor Du Angst hast! Oder wenn Du eine Idee hast und Dich nicht traust, diese umzusetzen, dann mache genau das!

Gehe konsequent durch Deine Ängste. Du wirst feststellen, dass Du jedes Mal ein Erfolgserlebnis haben wirst und dadurch diese Ängste hinter Dir lässt. Du befreist Dich davon, Dein Selbstvertrauen steigt und Dir wird egal was andere denken.

Wie Du besser mit Deinen Ängsten umgehen kannst, erfährst Du hier: Die Angst vor der Angst – so wirst Du sie los!

Zusammengefasst heißt das:

Das „was denken andere über mich denken“ wirst Du nicht durch Nachdenken los. Sondern Du musst handeln. Du musst Deinen eigenen Weg gehen und Dich selbst erforschen und entdecken. Dadurch verschwindet dieses Muster von ganz alleine.

Und wenn Du noch mehr Inspiriation und Tipps brauchst, dann hol Dir unten mein gratis-Coaching.

Hier klicken zum Kommentieren 5 Kommentare
Anja - 20. Mai 2015

Ich glaube auch, dass der beste Weg darin besteht, einfach nicht mehr so viel über andere nachzudenken, sondern stattdessen den Fokus auf sich selbst zu legen.
LG

Antworten
Renate - 20. Mai 2015

Hi Stefan , ich erkenne mich in so vielen Punkten wieder , in deinem Artikel ….auch ich wollte immer es allen recht machen ,habe selten nein gesagt und habe mich sehr oft von den Meinungen anderer beeinflussen lassen , ich dachte immer die anderen haben Recht , und ich habe leider selten auf das geachtet was ICH eigentlich möchte …ich denke mal es hat viel mit Selbstbewusstsein zu tun und auch Selbstvertrauen . Ich habe selbst die Erfahrung gemacht (auch dank deiner Hilfe ) zu sich selbst zu stehen und auch Verantwortung zu tragen für alles was man tut und wofür man sich entscheidet gibt einem ein gutes Gefühl , und vor allem fühlt man sich frei – jedenfalls geht es mir so . Ich kann nur sagen , früher „wurde ich gelebt “ – heute lebe ich mein Leben so wie ich es für richtig halte – egal was andere von mir denken !!

Antworten
    mail@stephanwiessler.de - 20. Mai 2015

    Super! Danke Renate für Deine offenen Worte.

    Nach meiner Erfahrung denken viele, dass „an seine Bedürfnisse denken“ gleichbedeutend ist mit „nur an sich selbst denken“. Das ist es aber ganz und gar nicht!

    Antworten
Ahmet Kocamis - 9. März 2017

Mir kommt immer wieder das alte Denkmuster ich werde beurteilt hoch:-(

Antworten
    mail@stephanwiessler.de - 9. März 2017

    Hallo Ahmet,

    manchmal braucht es etwas Zeit, um alte Verhaltensmuster zu ändern. Wichtig ist konstantes Dranbleiben!

    Beste Grüße

    Antworten

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