Wie es ist, Angst zu haben

Wir stolpern durch die Haustüre ins Innere des Hauses. Ich packe sie stark und gleichzeitig sanft, drücke sie gegen die Wand und küsse sie leidenschaftlich.

Noch befinden wir uns im Hausflur und ich weiß, wo wir als nächstes hingehen werden. Ich weiß, was als nächstes passieren wird. Noch bin ich im hier und jetzt. Im Hausflur. Sie in meinen Händen. Noch bin ich entspannt und denke nur an den Augenblick.

Wir gehen ein paar Schritte weiter in Richtung Treppenhaus. Und plötzlich geht es los. Wirre Gedanken schießen durch meinen Kopf. Die sexuelle Energie der letzten Minuten weicht endgültig einem unangenehmen Gefühl in der Magengegend, das sich über den ganzen Körper ausbreitet.

Meine Gedanken wollen diese Situation nicht mehr haben. Tausende Ausreden fallen mir ein, warum ich die Frau nach Hause schicken sollte. Doch auf einer anderen Ebene will ich das. Denn trotz meiner Panik, die ich der Form schon dutzende Male zuvor erlebt habe, weiß ich, dass die Lösung darin besteht jetzt weiter zu machen.

Ich stellte mich meiner Angst – Immer und immer wieder

Während wir die Treppen hinauf gehen schaffe ich es gekonnt meine Angst zu verbergen. Das habe ich schließlich schon tausende Male zuvor gemacht. Doch genau dadurch wird sie noch größer.

In mir macht sich ein altbekanntes Dilemma breit. Sie darf auf keinen Fall merken, wie es um mich steht, denn darunter wird meine Attraktivität leiden. Und genau durch diese Gedanken wird der innere Druck immer größer und die Angst steigt weiter. Ich spüre mittlerweile, wie mein gesamter Körper anfängt zu zittern. Doch auch das ist mir nicht neu.

Mit zitterndem Körper und quälenden Gedanken mache ich einfach weiter. Denn ganz tief in mir weiß ich, dass es keinen anderen Weg gibt. Zumindest habe ich für mich keinen gefunden. Also gehe ich durch die Qual.

In meiner Wohnung angekommen tue ich so, als wäre alles wie zuvor. Ich packe sie wieder und küsse sie. Ich kann die Angst in mir deutlich spüren.

Wir fangen an, uns gegenseitig auszuziehen. Irgendwann sind wir nackt und in meinem Bett. Gerne würde ich mit ihr schlafen, aber die Panik pocht in meinem ganzen Körper. An Sex ist in dieser Situation nicht zu denken. Mein Körper streikt und ich fühle mich hundeelend. Mal wieder.

Am nächsten Morgen wachen wir nebeneinander auf, verabschieden uns und es ist uns beiden klar, dass wir uns wohl nie wieder sehen werden. Ich fühle mich mies und plage mich den Rest des Tages in Selbstzweifeln…

Ich weiß, wie es ist, Angst zu haben

Die obige Geschichte ist nur eine von vielen. Und sie ist jetzt fast 10 Jahre her.

Warum schreibe ich das?

Ganz einfach: Dies ist keine Post a la „so wirst Du alle Deine Ängste für immer in 3 einfachen Schritten los“, sondern mit diesem Text möchte ich nichts anderes erreichen, als Dir ein Beispiel zu sein. Ein Beispiel für einen Menschen, der sein Leben geändert hat.

Egal, was auch immer Dein Thema ist, was auch immer Dich beschäftigt oder gar quält: Du kannst es ändern!

Ich habe es geschafft! Mittlerweile lebe ich in einer sehr erfüllenden, ehrlichen und tiefgründigen Beziehung und habe diese Panik hinter mir gelassen. Und das nicht nur in Bezug auf solche Situationen, sonder auf sehr viele Situationen im Leben.

Ich hatte vor so vielem Angst

Ich hatte Angst vor Sex, vor Berührung, vor Nähe, vor Menschen, vor dem, was andere über mich denken und sagen. Ich hatte Panik bei ganz normalen Gesprächen. In normalen Alltagssituationen.

Und ich habe sie abgebaut. Ich habe es geschafft, die meisten davon hinter mir zu lassen. 

Ich sage Dir eins: Alles ist möglich!

Was auch immer Deine Herausforderung ist, bleib dran und Du wirst einen Weg finden. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und wenn Du konsequent dran bleibst, kannst Du Deines immer kleiner machen.

Es liegt in Deiner Hand und es ist möglich!

Auf dieser Homepage findest Du genug Techniken, Tricks und Tipps, was Du tun, kannst, um Dich Deinen Ängsten zu stellen. Doch ich sage Dir eins: Das TUN wird Dir keiner abnehmen. Das musst Du schon selbst machen.

Also, hör auf zu lesen, mach den Computer aus, gib mir vorher noch ein Like und dann fang an zu handeln!

 

Bildquelle: Image courtesy „Relationship Difficulties“ by marin / FreeDigitalPhotos.net
Click Here to Leave a Comment Below 0 comments

Leave a Reply: